Klimaschutz

Steigender CO2-Preis macht Tanken und Heizen teurer

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Abgase kommen aus dem Auspuff eines Autos. Der CO2-Preis macht Tanken teurer.

Abgase kommen aus dem Auspuff eines Autos. Der CO2-Preis macht Tanken teurer.

Foto: Marijan Murat / dpa

Nun gilt ein Preis für ausgestoßenes Kohlendioxid: der CO2-Preis. Dadurch steigen die Kosten fürs Autofahren. Es gibt aber auch Geld geschenkt.

Preise kennst du aus Geschäften. Auf kleinen Schildern zum Beispiel an Kleidungsstücken steht, was man dafür bezahlen muss. Seit Januar haben auch das Heizen und der Verkehr in Deutschland einen neuen Preis: den CO2-Preis.

Kohlendioxid (CO2) entsteht, wenn Erdgas oder Heizöl in einer Heizung verbrennen. Oder wenn Diesel oder Benzin im Motor eines Autos verbrennen. Die Menge des ausgestoßenen Kohlendioxids kann man messen – in Kilogramm und Tonnen. Eine Tonne sind 1000 Kilogramm.

Höhere Kosten an der Tankstelle

Seit Januar kostet eine Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid 25 Euro. Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel verkaufen, müssen das bezahlen. Diese Firmen geben den Preis an die Kunden weiter. Das bedeutet, an der Tankstelle kosten Benzin und Diesel nun mehr Geld. Und auch die Heizkosten in einer Wohnung oder in einem Haus sind gestiegen.

Die Bundesregierung hat den CO2-Preis eingeführt, um das klimaschädliche Kohlendioxid zurückzudrängen. In den kommenden Jahren soll der CO2-Preis jedes Jahr etwas teurer werden.

Ein Elektroauto kaufen

Was ist die Folge? Wenn etwas immer mehr kostet, findet man das normalerweise nicht gut. Es gibt Menschen, die sich wegen der steigenden Benzinpreise für ein Elektroauto entscheiden. Oder Hausbesitzer, die ihre Gas- oder Ölheizung abschaffen werden. Eine andere Möglichkeit ist, weniger Energie zu verbrauchen. Das bedeutet: Weniger Auto fahren oder die Raumtemperatur ein oder zwei Grad herunterregeln. Das alles will die Regierung mit dem CO-Preis erreichen.

So einfach ist es aber nicht. Denn es gibt viele Menschen, die für den Weg zur Arbeit aufs Auto angewiesen sind. Oder Menschen, die zu wenig Geld haben, um sich ein Elektroauto zu kaufen. Sie müssten jedes Jahr mehr Geld ausgeben, wenn die Benzinpreise immer weiter steigen.

Eine Wärmepumpe einbauen

Die Bundesregierung hat sich deswegen überlegt, an welchen Stellen die Menschen weniger bezahlen müssen.

Vier Beispiele: Pendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, bekommen am Endes des Jahres mehr Steuern erstattet als bisher. Wenn Hausbesitzer ihre alte Heizung abschaffen und eine Wärmepumpe einbauen lassen, bekommen sie Extra-Geld. Die Strompreise sollen billiger werden und auch die Preise für Bahntickets sollen sinken.

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