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Tierheime und Corona: Viele wollen gerade ein Haustier

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Tierheime übernehmen eine wichtige Aufgabe. Durch die Corona-Pandemie fehlen aber aktuell viele Spenden.

Tierheime übernehmen eine wichtige Aufgabe. Durch die Corona-Pandemie fehlen aber aktuell viele Spenden.

Foto: Alexa Kuszlik / FFS

Durch die Corona-Pandemie verändert sich auch die Situation in den Tierheimen. Viele Menschen wollen aktuell ein Tier aufnehmen.

Das Coronavirus stellt unseren Alltag auf den Kopf. Die Menschen müssen sich an viel mehr Regeln halten und auf Sachen verzichten. „Auch in Tierheimen merkt man die außergewöhnliche Zeit durch die Corona-Pandemie gerade stark“, erklärt Hester Pommerening. Sie arbeitet beim Deutschen Tierschutzbund und kennt sich mit der Situation in den Tierheimen aus.

Was hat sich mit der Corona-Pandemie in den Tierheimen geändert?

Viele Tierheime in Deutschland berichten, dass sehr viele Menschen gerade ein Tier aufnehmen möchten. Die Tierheime prüfen, wer wirklich Interesse an einem Haustier hat, erklärt die Expertin Hester Pommerening. „Ob Hund, Katze, Kaninchen – jedes Haustier bedeutet viel Verantwortung“, sagt sie. Einige wollen ein Tier auch nur für ein paar Monate aufnehmen und es dann zurückgeben. Das ist nicht sinnvoll, denn für das Tier bedeutet das: purer Stress! „In solchen Fällen vermitteln unsere Tierheime aber natürlich erst gar nicht.“, sagt die Expertin.

Es gebe aber auch viele Menschen, die schon lange einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier in die Familie aufnehmen wollen. „In manchen Tierheimen läuft die Vermittlung so gut, dass aktuell auch Tiere ein Zuhause finden, die darauf schon sehr lange warten mussten“, erklärt die Expertin.

Welche Probleme gibt es in den Tierheimen?

Ein großes Problem für die Tierheime ist zu wenig Geld. Viele hatten schon vor der Corona-Krise mit Geldsorgen zu kämpfen. „Tierheime übernehmen wichtige Aufgaben in einer Stadt und nehmen wie ein Fundbüro Tiere auf, die ohne Besitzer gefunden werden“, erklärt Hester Pommerening. Viele Tiere bleiben dann so lange im Tierheim, bis sie vermittelt werden können. Futter, die Pflege der Tiere, der Tierarztbesuch – das alles kostet Geld. Normalerweise muss das das Tierheim selber bezahlen.

Durch das Coronavirus gibt es aber momentan weniger Geld. Tierheime leben hauptsächlich von Spenden. „Tierheimfeste, Basare oder Flohmärkte konnten in den letzten Monaten nicht stattfinden, so dass wichtige Einnahmen und Spenden wegfallen“, erklärt die Expertin. Und: Weil aktuell viele Besucher nicht in ein Tierheim dürfen, bleibt oft die Spendendose leer.

Wie kann ich den Tierheimen helfen?

Da gebe es mehrere Möglichkeiten. Sehr viele Tierheime freuen sich zum Beispiel über Futterspenden. „Am besten fragst du im Tierheim nach, was gebraucht wird“, empfiehlt die Fachfrau. „Vielleicht habt ihr auch selbst in der Familie ein Tier zu Hause und könnt ein bisschen Futter für die Tiere in Not im Tierheim entbehren.“

Viele Tierheime haben außerdem Flyer mit vielen Informationen zu den Tieren und der Arbeit. Diese können im Freundeskreis verteilt werden. Und: „Um auf die Situation der Tierheime aufmerksam zu machen, kannst du in der Schule ein Referat zum Thema halten“, schlägt die Expertin vor.

>>> Der Deutsche Tierschutzbund

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich dafür ein, dass jedes Tier ein artgerechtes Leben führen kann. Außerdem möchte er, dass die Tiere und ihre Lebensräume geschützt werden.

Informationen zum Deutschen Tierschutzbund, zu Tieren und den Möglichkeiten, wie man sie schützen kann, gibt es im Internet auf www.jugendtierschutz.de

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