Hilfsaktion

Unicef hilft Kindern in Beirut nach der großen Explosion

Die Ärztin Geneviève kümmert sich in einem Gesundheitszentrum in Beirut um einen Jungen und ein Mädchen. Viele Kinder haben nach der schweren Explosion Angst und Alpträume.

Die Ärztin Geneviève kümmert sich in einem Gesundheitszentrum in Beirut um einen Jungen und ein Mädchen. Viele Kinder haben nach der schweren Explosion Angst und Alpträume.

Foto: © UNICEF/UNI363575

Unicef und andere Hilfsorganisationen kümmern sich nach der schweren Explosion um die Kinderbetreuung und den Wiederaufbau von Schulen.

In der Stadt Beirut im Libanon hat es Anfang August eine schwere Explosion gegeben. Dabei wurden viele Gebäude zerstört und viele Menschen verloren ihr Zuhause. Darunter waren auch etwa 100.000 Kinder. Die Kinderhilfsorganisation Unicef und andere Organisationen haben sofort angefangen, in Beirut zu helfen.

Weil in Beirut so vieles zerstört wurde, haben viele Kinder, die das miterlebt haben, Angst. Sie sind verunsichert und können nicht verstehen, warum um sie herum so ein Chaos herrscht. Man sagt auch: Sie sind traumatisiert. Unicef hat Helfer vor Ort, die mit diesen Kindern sprechen. Sie sind Experten und wissen, wie sie mit den Mädchen und Jungen am besten umgehen.

Über 160 Schulen betroffen

Ein zweites wichtiges Thema in der Stadt sind die Schulen. Über 160 Schulen wurden durch die Explosion zerstört oder beschädigt. 70.000 Schülerinnen und Schüler sind davon betroffen. In die Schule gehen zu können, ist für sie sehr wichtig, nicht nur wegen der Bildung. Für die Kinder ist es auch ein sicherer Ort. Und in der Schule herrscht ein bisschen Normalität – so wie vor der Katastrophe.

Mitarbeiter von Unicef und andere Helfer haben sich in den vergangenen Wochen die Schäden an den Schulen angesehen. Jetzt werden Reparaturen und der Wiederaufbau von Gebäuden unterstützt. Für all das sammelt Unicef Spendengelder.

Ein geregelter Alltag für Kinder

Rahel Vetsch ist gerade als Unicef-Nothelferin in Beirut. Sie sagt, es sei wichtig, dass Kinder schnell wieder einen geregelten Alltag bekommen. Rahel Vetsch berichtet auch von den Kinderzentren, die Unicef und Partnerorganisationen für Kinder eingerichtet haben. Sie sagt: „Dort können die Kinder vorbeikommen, spielen und Freunde treffen. Für ältere Kinder bieten wir ein Sportprogramm an. All das hilft, das Erlebte zu verarbeiten. Eine Kollegin erzählte mir neulich, dass sie Kinder selten so ausdauernd spielen sehen hat.“

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