Energie

„Unsere Erde, unsere Zukunft“: Antrieb durch Wasserstoff

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In der Stadt Wuppertal fahren seit dem Jahr 2020 Busse mit Wasserstoffantrieb.

In der Stadt Wuppertal fahren seit dem Jahr 2020 Busse mit Wasserstoffantrieb.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

In Zukunft sollen nicht nur Autos, sondern auch Züge und Flugzeuge mit dem klimafreundlichen Gas angetrieben werden. Firmen suchen nach Lösungen.

Das Gas Wasserstoff könnte eine wichtige Rolle für den Klimaschutz spielen. Manche nennen es „das Öl von morgen“. Auch die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek sagt: „Die Zukunft gehört dem grünen Wasserstoff.“ Was ist das und was kann man da alles mit machen?

Wasserstoff ist ein Gas, das in der Natur vorkommt. Man kann es aber auch gezielt herstellen. Es gibt einen chemischen Prozess, mit dem man Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten kann. Diesen Prozess nennt man Elektrolyse. Wenn man dafür Strom aus erneuerbaren Energien verwendet, nennt man den Wasserstoff, den man gewinnt, „grünen Wasserstoff“. Der Grund ist: Bei seiner Herstellung wird kein Kohlendioxid freigesetzt. Sehr klimafreundlich!

Wasserstoff kann man im Verkehr einsetzen. Über Wasserstoffautos haben wir in der vergangenen Woche berichtet. Die Firma Siemens ist dabei, Züge zu entwickeln, die mit Wasserstoff fahren. Sie sollen eine Strecke von 600 Kilometern schaffen können. Busse mit Wasserstoff-Antrieb gibt es schon, zum Beispiel in der Stadt Wuppertal.

Die Firma Airbus will sogar ein Passagierflugzeug bauen, das mit Wasserstoff fliegt. Bis es starten kann, wird es aber noch mehr als zehn Jahre dauern.

Die Stahlwerke in Deutschland hoffen auch darauf, dass das Gas für ihre Produktion nützlich sein kann. Denn in der Industrie entsteht besonders viel Kohlendioxid. Die Firma Thyssenkrupp testet zum Beispiel in der Stadt Duisburg, wie man in einem Hochofen Wasserstoff statt Kokskohle einsetzen kann.

Technischer Umbau ist teuer

Das Problem ist: Man muss technisch viel umbauen, wenn Wasserstoff ein neuer Energieträger in einem Unternehmen werden soll. Das kostet viel Geld. Die Firmen wollen deswegen Unterstützung vom Staat haben. Das nennt man Subventionen.

Die deutsche Regierung hat im Juni 2020 einen Plan beschlossen. Er heißt „Nationale Wasserstoffstrategie“. Deutsche Unternehmen, die auf Wasserstoff setzen, sollen gestärkt werden. Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagte: „Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird.“

Denn grüner Wasserstoff ist nicht nur ein klimafreundlicher Energieträger. Man kann mit seiner Hilfe auch Ökostrom zwischenspeichern, weil man Wasserstoff flüssig machen kann. Dann kann er mit Schiffen und Lkws dorthin transportiert werden, wo er gebraucht wird.

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