Klimaschutz

"Unsere Erde, unsere Zukunft": Der Trend zum Carsharing

In Deutschland gibt es viele verschiedene Carsharing-Anbieter. Stadtmobil ist der größte Anbieter mit festen Stationen. Er hat mehrere Tausend Autos an Stationen in 180 Städten in Deutschland.

In Deutschland gibt es viele verschiedene Carsharing-Anbieter. Stadtmobil ist der größte Anbieter mit festen Stationen. Er hat mehrere Tausend Autos an Stationen in 180 Städten in Deutschland.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Carsharing hat in großen Städten zur Folge, dass manche Menschen auf ein eigenes Auto verzichten. Das ist gut für die Umwelt.

VERKEHR – Viele Menschen in der Stadt haben kein eigenes Auto, sondern teilen sich eins. Das heißt, ein und dasselbe Auto wird von mehreren Leuten genutzt. Sie fahren dann nicht mit einem eigenen Auto, sondern machen beim Carsharing mit.

Dafür melden sie sich an und können dann ein Fahrzeug nutzen, wenn sie es brauchen. Dafür zahlen sie. Die Autos stehen meistens an speziellen Stationen. Zehntausende Menschen teilen sich so Autos. Und Experten rechnen damit, dass es in den nächsten Jahren noch mehr werden.

Mit Bus und Bahn unterwegs

Ein Grund dafür ist, dass manchen ein eigenes Auto einfach zu teuer ist. Das Carsharing lohnt sich zum Beispiel für Leute, die in großen Städten wohnen: Sie können dort auch gut mit Bussen oder Bahnen unterwegs sein, müssen so aber nicht komplett auf das Autofahren verzichten.

Menschen, die ein eigenes Auto besitzen, sitzen oft allein darin. Sie fahren so zum Beispiel zur Arbeit und zum Einkaufen und anschließend wieder nach Hause. Vor allem Pendler stehen morgens und abends oft lange im Stau. Und Parkplätze gibt es auch nicht überall genügend.

In Umfragen sagen immer mehr junge Leute in den Großstädten, dass sie es gar nicht mehr so wichtig finden, ein eigenes Auto besitzen. Denn wenn man ein Auto kauft, kostet es viel Geld, außerdem muss man die Versicherung, den TÜV und Steuern bezahlen.

Stadtmobil-Autos sind sparsamer

Viele Menschen entscheiden sich auch aus Umweltgründen für das Carsharing. Das Ziel des Anbieters Stadtmobil ist es beispielsweise, Städte vom Autoverkehr zu entlasten. „Das erhöht die Lebensqualität, tut dem Klima gut und schafft Freiräume, weil nicht so viele Parkplätze benötigt werden“, heißt es bei Stadtmobil.

Was den Benzinverbrauch angeht, sind die Stadtmobil-Autos sparsamer als ein durchschnittliches deutsches Auto. Auch das ist gut für die Umwelt. Die Carsharing-Autos sind aber ohnehin nur eine Ergänzung zu anderen Möglichkeiten, sich fortzubewegen – zu Fuß, mit dem Rad und mit Bus und Bahn.

Ein Preisbeispiel

Bei Stadtmobil zahlt man im Standardtarif eine Anmeldegebühr (19 Euro) und einen Monatsbeitrag (10 Euro). Wenn man ein Auto der Fahrzeugklasse S nutzt, zahlt man pro Kilometer 25 Cent und pro Stunde 1,88 Euro. Für einen Tag oder eine Woche gibt es Rabatt. Man zahlt auch weniger, wenn man in Essen, Bochum, Düsseldorf, Duisburg oder Mülheim gleichzeitig ein Abo für Bus und Bahn hat.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben