Klimaschutz

US-Präsident Biden will neuer Anführer beim Klimaschutz sein

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US-Präsident Joe Biden weiß, wie wichtig der Klimaschutz ist.

US-Präsident Joe Biden weiß, wie wichtig der Klimaschutz ist.

Foto: JIM WATSON / AFP

Als neuer US-Präsident will Joe Biden den Klimaschutz voranbringen. Die Länder, die besonders viel Kohlendioxid ausstoßen, müssen viel ändern.

Der neue US-Präsident Joe Biden will weltweit ein neuer Anführer beim Klimaschutz sein. Deswegen hatte er vor einer Woche zu einem Klimagipfel eingeladen. Etwa 40 Staats- und Regierungschefs trafen sich in einer Videokonferenz. Dabei ging es um dieses Thema: Wie kann man es schaffen, dass deutlich weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt? Die steigende CO2-Konzentration beschleunigt die Erderwärmung.

Der Klimagipfel dauerte zwei Tage. Am Ende kam heraus: Die Staaten, die besonders viel CO2 produzieren, haben ehrgeizige Ziele, das zu ändern.

China ist der größte Klimasünder. Es ist das Land mit den meisten Einwohnern und mit sehr vielen Kraftwerken, in denen Strom aus Kohle gemacht wird. China hat gesagt, dass es im Jahr 2060 klimaneutral sein will. Das bedeutet, das Land will dann nur noch so viel CO2 ausstoßen wie es auf anderen Wegen beseitigen kann. China steckt mehr Geld in erneuerbare Energien als die USA, Japan und die Europäische Union zusammen. 2020 wurden in China über 1,2 Millionen Elektroautos neu zugelassen.

China hat noch nicht alles gesagt

Das Problem ist: Es werden immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut. Und mit welchen Maßnahmen China seine Klimaziele schaffen will, hat das Land auch noch nicht gesagt.

Die USA stehen nach China an zweiter Stelle, wenn es um den Kohlendioxid-Ausstoß geht. Hier wird besonders viel Energie aus Erdöl und Erdgas gewonnen. Das sind fossile Energieträger, so wie Kohle. Joe Biden hat gesagt, dass sein Land im Jahr 2030 nur noch die Hälfte der Menge CO2 ausstoßen will wie im Jahr 2005. Die USA wollen viele Windparks vor den Küsten bauen und auch andere erneuerbare Energien und Elektroautos fördern.

Die USA müssen von hohen Zahlen runter

Das Problem ist: Die Hälfte der Menge CO2 von 2005 ist immer noch eine ganze Menge. Die USA haben sich viele Jahre kaum Gedanken um den Klimaschutz gemacht. Sie müssen es jetzt von sehr hohen Zahlen erst mal nach unten schaffen.

Auf Platz 3 steht Indien. Hier leben fast so viele Menschen wie in China. Auch Indien will seinen CO2-Ausstoß bis 2030 deutlich verringern.

Deutschland steht auf Platz sechs

Das Problem ist: Wie das genau passieren soll, hat das Land noch nicht gesagt. Indien ist gerade dabei, wirtschaftlich aufzuholen. Deswegen wächst dort die Industrie.

Hinter Russland und Japan folgt Deutschland auf Platz 6. In der Grafik sieht es so aus, als ob Deutschland nur ganz wenig zum Treibhausgas-Ausstoß beiträgt. Innerhalb der EU ist Deutschland aber der größte Klimasünder von allen 27 Staaten. Sechs deutsche Kohlekraftwerke standen 2019 auf einer EU-Liste der größten CO2-Produzenten unter den ersten zehn.

Deutschland will bis 2030 etwa die Hälfte weniger CO2 ausstoßen als im Jahr 1990. Sonnen- und Windkraft sollen ausgebaut werden. Warum ein Gesetz für den Klimaschutz jetzt überarbeitet werden muss, lest ihr in der nächsten Folge unserer Serie.

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