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Das TV-Jahr 2019 wird ein Jahr der historischen Themen

Im Zentrum der zweiten „Charité“-Staffel steht der Chirurg Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen, M.). Die neuen Folgen spielen zur Zeit des Nationalsozialismus.

Im Zentrum der zweiten „Charité“-Staffel steht der Chirurg Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen, M.). Die neuen Folgen spielen zur Zeit des Nationalsozialismus.

Foto: ARD/Julie Vrabelova

Essen  Besonders Serien mit historischen Themen dominieren das TV-Jahr 2019. Beim ARD-Krimi „Tatort“ wird sich das Personal­Karussell drehen.

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50 Jahre Mondlandung und 30 Jahre Mauerfall, ein Wiedersehen mit den Ärzten der „Charité“ und das Debüt der ersten schwarzen „Tatort“-Kommissarin: Im TV-Programm ist 2019 einiges los.

Ein Trend aus dem ablaufenden Jahr setzt sich fort: Serien sind in – und prominent besetzt. Etwa mit Ulrich Noethen, der in der Fortsetzung der Krankenhausserie „Charité“ (ARD, ab 19. Februar) den Chirurgen Ferdinand Sauerbruch spielt. Nachdem die erste Staffel der Serie um die Jahrhundertwende spielte, geht es nun um die Zeit des Nationalsozialismus.

Sauerbruch war damals einer der berühmtesten Mediziner der Welt, der anfangs den Aufstieg Hitlers ­begrüßte, später aber mehr und mehr auf Distanz ging. Neben Ulrich Noethen sind auch Mala Emde, Artjom Gilz oder Hans Löw zu sehen.

Mit einem historischen Stoff beschäftigt sich auch die Serie „Die neue Zeit“ (ZDF, genauer Termin noch unklar). Zum 100. Geburtstag der Bauhaus-Bewegung verkörpert August Diehl den Architekten Walter Gropius. Und in der finalen Staffel der Serie „Schuld nach Ferdinand von Schirach“ ist erneut Moritz Bleibtreu dabei.

Personal­karussell beim „Tatort“ dreht sich

Der Schauspieler gehört auch zum prominenten Cast des Serienremakes von Fritz Langs Filmklassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, das beim Streamingdienst RTL Now läuft.

Die ZDF-Serie „In bester Verfassung“ mit Gudrun Landgrebe dreht sich satirisch um Verfassungsschützer, Terrorangst und Wutbürger, und in der Endzeitserie „Acht Tage“ (Sky) drängeln sich Stars wie Christiane Paul oder Nora Waldstätten.

Für Krimifans wird 2019 ein spannendes Jahr, denn das Personal­karussell beim „Tatort“ dreht sich. So gibt Florence Kasumba, die mit Filmen wie „Black Panther“ zum Hollywoodstar aus Deutschland geworden ist, am 3. Februar an der Seite von Maria Furtwängler ihr Debüt als erste schwarze „Tatort“-Kommissarin.

Ein wichtiges Signal in einer Zeit, in der so viel über Frauenrechte und Migration geredet wird.

30. Jahrestag des Mauerfalls wird gewürdigt

Außerdem heißt es Abschied nehmen: von Devid Striesow als Saarbrücker Kommissar Stellbrink („Tatort: Der Pakt“, 27. Januar), von Sabine Postel und Oliver Mommsen in Bremen und von Stefan Gubser in Luzern. Einen neuen Til-Schweiger-Tatort gibt es übrigens auch nicht – dafür mehr aus Münster.

Beim „Polizeiruf 110“ steigt Matthias Matschke als Kommissar Köhler aus, zudem gibt Verena Altenberger ihr Debüt als Nachfolgerin von Matthias Brandt im „Polizeiruf 110“ aus München.

In einer Ära, in der die Gesellschaft so politisiert ist wie lange nicht mehr, erinnern viele Sender auch an Ereignisse, die Geschichte machten: Der 30. Jahrestag des Mauerfalls anno 1989 wird ausgiebig gewürdigt, etwa mit dem ARD-Spionagethriller „Wendezeit“ mit Petra Schmidt-Schaller als Doppelagentin in der untergehenden DDR.

Der Kulturkanal Arte widmet der Mondlandung, die im Sommer 1969 ein großer Schritt für die Menschheit war, bereits ab dem 6. Januar ein zweiwöchiges Themenpaket. Außerdem sind Schwerpunkte zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik geplant, Stichtag ist die Verabschiedung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949.

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