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Hochsaison für Realityshows: TV-Highlights im Corona-Sommer

Warum zahlen wir den Rundfunkbeitrag?

Immer wieder steht der Rundfunkbeitrag in der Kritik. Dabei ist er als ein Pfeiler unserer Demokratie gedacht. Wir zeigen, wofür wir den Beitrag eigentlich zahlen.

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Berlin.  Coronabedingt konnte in diesem Jahr nur wenig Neues produziert werden. Doch einige Höhepunkte hat der TV-Sommer trotzdem zu bieten.

Deutschland im Corona-Sommer 2020: Die lang ersehnte Urlaubsreise fällt für viele ins Wasser – und manchmal strandet man dann eben vor dem Fernseher. Dumm nur, wenn da nichts Vernünftiges läuft: In den Ferienwochen zeigen die Sender sowieso oft nur Wiederholungen, um in dieser (normalerweise zuschauerärmeren) Zeit ein bisschen zu sparen.

Und in diesem Jahr sind die Programmlager zudem leer, weil wegen der Virus-Pandemie nur wenig Neues produziert werden konnte – betroffen sind Filme genauso wie Serienfolgen oder Quizshows. Doch wer sucht, der findet: Auch in diesem Ausnahmesommer gibt es im Programm für jedes Töpfchen sein Deckelchen.

TV-Programm im Sommer: Hochsaison für Realityshows

Das TV-Angebot ist freilich stark ausgedünnt: Vom „Tatort“ laufen bis Anfang September nur alte Folgen, Polit-Talker wie Anne Will oder Frank Plasberg sind im Urlaub, die satirische „heute-show“ mit Oliver Welke pausiert, und Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ macht Ferien. Die Fans vieler Formate gucken in die Röhre.

Aber nicht alle – für Freunde trashiger Realityshows ist sogar Hochsaison: Bei RTL werden im „Sommerhaus der Stars“ wieder die Fetzen zwischen C-Promis fliegen, wenn auch diesmal coronabedingt in Bocholt statt wie sonst in Portugal, und auch die Teilnehmer von „Promi Big Brother“ (Sat.1, ab 7.8.) sind erfahrungsgemäß auf Krawall gebürstet.

Ähnliches dürfte für den „Kampf der Realitystars“ (RTL zwei) gelten, moderiert von Cathy Hummels. Seriöser wird wohl die Musik-Comedyshow „I can see your Voice“ (RTL), in der die Jury die Sänger nur sieht, aber nicht hört.

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Iris-Berben-Festwochen zum 70. Geburtstag

Neue Fernsehfilme gibt es in der Ferienzeit leider kaum. Auf den vertrauten Sendeplätzen montagabends im ZDF oder mittwochs im Ersten läuft Aufgebackenes. Außerdem war der Sommer ja ursprünglich mal anders geplant: Viele Stunden waren bei ARD und ZDF für die Fußball-EM und für Olympia reserviert.

Ein nettes Trostpflaster für Filmfans sind Reihen wie „Sommerkino im Ersten“ oder „Shooting Stars“ im ZDF mit Premieren zum Teil hochkarätiger Kinostreifen.

Außerdem sind da noch die Iris-Berben-Festwochen zum 70. Geburtstag der Diva, unter anderem laufen als Hommage ihre beiden neuen Filme mit den ironischen Titeln „Nicht tot zu kriegen“ (10.8., ZDF) und „Mein Altweibersommer“ (12.8., ARD).

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Mit der Friedrich-Ani-Verfilmung „Wir wären andere Menschen“ mit Matthias Brandt versteckt das ZDF am 6.8. ein Highlight zu später Stunde im Programm: Wegen des heiklen Themas Selbstjustiz läuft der Film erst um 23.15 Uhr.

Topaktuelle Virus-Katastrophenserie mit Wotan Wilke Möhring auf ZDFneo

Es gibt noch weitere interessante Formate: Die Dokureihe „Unvergesslich“ (ab 21.7., ZDF) etwa, in der Annette Frier einen Chor für Menschen mit Demenz gründet, oder neue Folgen von Ina Müllers witziger Talkshow „Inas Nacht“ (ab 30.7.) im Ersten.

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Zudem bieten Netflix und Co. im Hochsommer ebenfalls den ein oder anderen Neustart. Von Fans wird zum Beispiel die neue Staffel der Fantasyserie „Lucifer“ (ab 22.8., Amazon Prime) sehnlichst erwartet.

Außerdem gibt es im Ersten eine neue Staffel der Anwaltsserie „Die Kanzlei“ (ab 4.8.) und mit „Sløborn“ (ZDFneo, 23.7.) eine topaktuelle Virus-Katastrophenserie mit Wotan Wilke Möhring.

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