Trauerfall

Darum schweigt Sat.1 vor Janine Pink zum Tod Ingo Kantoreks

Janine Pink im Zeltlager von „Promi Big Brother“. Während der Show wird die Schauspielerin nichts vom Tod ihres Ex-Kollegen Ingo Kantorek erfahren.

Janine Pink im Zeltlager von „Promi Big Brother“. Während der Show wird die Schauspielerin nichts vom Tod ihres Ex-Kollegen Ingo Kantorek erfahren.

Foto: SAT.1

Berlin.  Janine Pink erfährt als Kandidatin bei „Promi Big Brother“ nichts vom Tod ihres früheren Kollegen Ingo Kantorek. Wir erklären, warum.

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Der Unfalltod des Schauspielers Ingo Kantorek hat nicht nur bei Familie, Freunden und Fans für Bestürzung gesorgt. Auch zahlreiche seiner früheren und aktuellen Kolleginnen und Kollegen zeigten sich erschüttert. Eine frühere Drehpartnerin allerdings darf noch nicht trauern: Janine Pink (32), die mit Ingo Kantorek für mehrere Folgen von „Köln 50667“ vor der Kamera stand, sitzt derzeit als Kandidatin im „Promi Big Brother“-Zeltlager und erfährt im abgeriegelten „TV-Knast“ nichts vom tragischen Todesfall. Viele Internetnutzer fragen sich: Geht Sat.1 damit zu weit?

Der Sender teilte über einen Sprecher am Montag mit, dass die Kandidaten „nur über Todes- und Krankheitsfälle aus dem engsten Verwandtenkreis informiert“ werden. Eine Regelung, die im aktuellen Fall auch noch mal speziell mit dem Umfeld von Janine Pink abgesprochen wurde.

Janine Pink soll abseits der Kameras trauern dürfen

„Wir haben nicht nur mit dem Sender und der Produktion gesprochen, sondern auch mit ihrer Familie und ihren besten Freunden, die Janine schon sehr viele Jahre kennen. Und das sind die Menschen, die beurteilen können, was für Janine das Beste wäre. Und auch Menschen, die Ingo kannten und einschätzen können, was er gewollt hätte. Janine wird daher erstmal nichts erfahren“, heißt es in einem Instagram-Post, den das Management von Janine Pink auf ihrem Account veröffentlichte.

Es sei keine Option für Pinks Team, die Nachricht vor laufenden Kameras zu überbringen, heißt es weiter. „Sie soll die Möglichkeit haben, fernab der Öffentlichkeit trauern zu können – ohne Medienrummel.“ Spätestens am Freitag wird zumindest die Dauer-Überwachung durch die Sat.1-Kameras enden. Dann steigt das Finale von „Promi Big Brother“ .

Am vergangenen Freitag war Ingo Kantorek auf der A8 bei Stuttgart zusammen mit seiner Ehefrau tödlich verunglückt. Sie waren mit ihrem Wagen auf der Abfahrt zu einem Rastplatz von der Fahrbahn abgekommen und in einen stehenden Sattelzug geprallt.

• Die Bilderstrecke zeigt die Prominenten, die 2019 gestorben sind:

Felix Wesseler, der Produzent von „Köln 50667“, sagte nach RTL-Angaben: „Wir sind geschockt und voller Anteilnahme und können selber noch nicht richtig fassen, was passiert ist.“ Kantorek spielte in der Reality-Soap die Rolle des Alexander „Alex“ Kowalski. Er war von der ersten Folge an dabei, die Serie läuft bei RTL II bereits seit 2013.

Noch bis Anfang Oktober werden Folgen mit Kantorek zu sehen sein, teilte RTL II mit. „Wir werden alle mit Ingo produzierten Folgen ausstrahlen. Wir glauben, Ingo hätte es so gewollt. Denn die Serie und seine Fans waren ein wichtiger Teil seines Lebens und lagen ihm sehr am Herzen.“

Außerdem strahlte der Sender die „Köln 50667“-Folge am Montagabend in geschnittener Form aus, da sie unter anderem von einem Autounfall erzählte. „Wir haben entschieden, diese Szene in der heutigen Folge aus Gründen der Sensibilität und des Respekts gegenüber den Verstorbenen nicht zu zeigen“, hieß es unter anderem auf der RTL-II-Homepage.

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