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Sandra Maischberger räumt Fehler bei Islam-Sendung ein

Skandale und Gäste-Rankings: Diese fünf Dinge muss man über Polit-Talkshows wissen

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Berlin  ARD-Talkerin Sandra Maischberger sagt, ihre letzte Sendung zum Islam sei falsch gelaufen. Eine Sendepause für TV-Talks lehnt sie ab.

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Die ARD-Moderatorin Sandra Maischberger weist die Forderung nach einer Pause für Talkshows zurück. „Wer aus Angst vor einem falschen Wort gleich die Debatte vermeiden will, überlässt erst recht denen die Bühne, die diese Angst nicht haben, sondern sie zu nutzen wissen“, schreibt Maischberger in einem Beitrag für „Die Zeit“.

Zuvor hatten der Deutsche Kulturrat sowie einige Medien-Journalisten eine einjährige Talkshow-Pause gefordert. Aktuell sind mehrere Talkshows in der ARD und im ZDF in diese Sommerpause gegangen oder stehen kurz davor.

Maischberger: Talkshows haben AfD nicht groß gemacht

Maischberger wies auch den Vorwurf zurück, Talkshows wie ihre im Ersten hätten die AfD erst groß gemacht. „Fernsehleute neigen ja gelegentlich zur Selbstüberschätzung. Dass sie aber für ein Phänomen verantwortlich sein sollen, das auch einen großen Teil unserer europäischen Nachbarn erfasst hat, ist zu viel der Unehre“, so Maischberger.

Maischbergers Kollege Frank Plasberg hatte zuletzt erklärt, er werde den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland nie mehr in seine Runde bei „Hart aber fair“ einladen . Plasberg reagierte damit auf die Äußerung Gaulands, die Nazi-Zeit sei nur ein „Vogelschiss“ in der lange deutschen Geschichte gewesen.

Zugleich räumt die Moderatorin nach der Kritik an ihrer letzten „Maischberger“-Sendung Fehler ein. „Dass wir in der Sendung zu wenig über den politischen Islam und zu viel über kulturelle Alltagsprobleme diskutiert haben, wurde zu Recht kritisiert. Es war der Fehler der Redaktion, nicht der geladenen Gäste.“

Am 6. Juni hatte die ARD die Verfilmung von Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ gezeigt. Mit dem Titel ihrer anschließenden Talkrunde „Die Islamdebatte: Wo endet die Toleranz?“ löste Maischberger eine breite Internet-Diskussion aus. (W.B.)

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