TV-Sender

Sexuelle Belästigung – WDR feuert „Tatort“-Koordinator

Der WDR hat seinen Fernsehfilmchef entlassen.

Foto: Christoph Hardt / imago/Future Image

Der WDR hat seinen Fernsehfilmchef entlassen. Foto: Christoph Hardt / imago/Future Image

Köln/Berlin  Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung musste „Tatort“-Koordinator Gebhard Henke gehen. Dies teilte der WDR am Donnerstag mit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der WDR hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Fernsehfilmchef Gebhard Henke getrennt. Dies teilte der Sender am Donnerstag mit.

Grund für den Schritt seien „glaubhafte Vorwürfe sexueller Belästigung und des Machtmissbrauchs“. Aus Sicht des WDR bestehe kein Vertrauensverhältnis zum dem Koordinator der „Tatort“-Reihe mehr.

In den vergangenen Wochen haben mehr als zehn Frauen dem WDR über sexuelle Belästigung und unangemessenes Verhalten durch den bisherigen Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie b erichtet, teils in Zusammenhang mit Machtmissbrauch.

WDR: „Die Vorwürfe sind glaubhaft“

Der WDR habe die entsprechenden Schilderungen sorgfältig überprüft und den Beschuldigten angehört. Henke habe die Vorwürfe zurückgewiesen, so der WDR. Im Ergebnishabe der WDR die von den Frauen geschilderten Vorfälle jedoch für „schwerwiegend und glaubhaft“ erachtet.

Henke, der in den vergangenen Wochen freigestellt war, war über seinen Anwalt selbst an die Öffentlichkeit gegangen und hatte von Anfang an die Vorwürfe bestritten.

Der WDR untersucht derzeit die Vorwürfe gegen seine Mitarbeiter. Dem Sender wird vorgehalten, Führungskräfte hätten Hinweise auf mögliche Belästigungen in den vergangenen Jahren nicht ausreichend ernst genommen. Ende April hatte der öffentlich-rechtliche Sender die frühere EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies als externe Gutachterin eingeschaltet. Sie soll den Umgang der Senderspitze mit den Vorwürfen im Haus überprüfen. (W.B./epd)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik