Kino

„Die Eiskönigin 2“: Elsa erzählt vom Erwachsenwerden

Eiskönigin Elsa und ihre Gefährten erleben wieder allerhand spannende Abenteuer.

Eiskönigin Elsa und ihre Gefährten erleben wieder allerhand spannende Abenteuer.

Foto: Disney Deutschland / Raufeld

Berlin.  Da ist der, der Nachfolger zum weltweiten Kino-Hit: „Die Eiskönigin 2“ führt die royalen Schwestern Anna und Elsa in neue Wunderwelten

Damit hatte wohl niemand gerechnet: Der Erfolg von „Die Eiskönigin“ überstieg 2013 selbst die kühnsten Erwartungen von Disney. Ein Einspielergebnis von mehr als 1,2 Milliarden Dollar stand weltweit zu Buche. Wahrscheinlich kann man dieselbe Summe noch einmal für das Merchandise draufschlagen. Elsa und Anna sind überall, ob auf dem Schulranzen oder dem Frühstücksmüsli. Keine Tanzschule kommt ohne Choreographie auf „Let It Go“ aus, dem Hit des Trickfilms, inbrünstig geschmettert von jedem sechsjährigen Mädchen der westlichen Hemisphäre.

Die Eiskönigin trägt die Bürde der Verantwortung

Dabei widerspricht „Die Eiskönigin“ dem Kinoprinzip des Spektakels und erzählt eine ganz klassische Geschichte, die lose auf dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen basiert: Nach dem plötzlichen Tod der Eltern müssen die Schwestern Anna und Elsa ihren Platz im Königreich finden.

Elsa, die Ältere, wird schließlich zur Königin gekrönt, die Bürde der Verantwortung und die mächtigen magischen Kräfte, die in ihr schlummern, drohen sie jedoch zu erdrücken. Anna, die Jüngere, steht ihr bei und schließlich finden sie gemeinsam einen Weg, ihre Heimat Arendelle vor dem Untergang zu retten.

Mit dabei sind auch wieder Rentier Sven und Schneemann Olaf

Einige Jahre später steht die kleine Familie vor dem nächsten Abenteuer: Nachts hört Elsa den Ruf einer fremden Stimme und muss ihr folgen, an einen Ort aus den Geschichten ihrer Kindheit. Zusammen mit Anna, Kristoff, Rentier Sven und natürlich Olaf, dem stets optimistischen Schneemann, macht sie sich auf den Weg.

Die Reise führt sie in einen verwunschenen Wald, von dem der König einst in einer Gutenachtgeschichte erzählte. Als es zum Kampf zwischen den Soldaten Arendelles und dem Volk der Northuldra kam, wurden die Geister des Waldes zornig und legten einen dichten Nebel über das Land. Die Gefährten müssen den Grund für den Disput erforschen, um die Geister zu besänftigen.

Wichtige Botschaften

Jennifer Lee und Chris Buck, die schon Teil eins realisierten, vermischen die Sagenwelt mit ernsten Themen wie Verantwortung und Erwachsenwerden. Das hat Vorbildcharakter, vor allem für heranwachsende Mädchen, denn unter der prachtvollen Garderobe stecken Unsicherheit und Zweifel, die es zu überwinden gilt. Das wird manchmal etwas düster, aber ohne allzu viel Kitsch erzählt.

Die männlichen Figuren wie der verliebte Kristoff und der herzensgute Sidekick Olaf sorgen wieder für Auflockerung in ernsten Momenten. Und schließlich bekommt auch der oscargekrönte Soundtrack des ersten Teils einen würdigen Nachfolger. Besonders Elsas Aufbruch ins Abenteuer wird wohl noch lange in den Ohren der Millionen Kinogänger nachhallen.

USA 2019, 103 Min., R: Jennifer Lee, Chris Buck.

FSK 0, Wertung: 4 / 5 Punkten

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