Buchmesse

Literaturpflaster holt die große Welt nach Wittgenstein

Norwegen ist Gastland der Buchmesse Frankfurt 2019.  Foto: Boris Roessler/dpa

Norwegen ist Gastland der Buchmesse Frankfurt 2019. Foto: Boris Roessler/dpa

Bad Berleburg.  Wir verraten, warum sich das Gastland der Frankfurter Buchmesse, Norwegen, schon jetzt begeistert in Bad Berleburg präsentiert.

Das Berleburger Literaturpflaster ist die Mutter aller Literaturfestivals in Westfalen – und gleichzeitig das einzige westfälische Leseereignis, dessen Termine im offiziellen Programm der Frankfurter Buchmesse aufgeführt sind. „Darauf sind wir stolz“, unterstreicht Rikarde Riedesel vom Organisations-Team. „Die Gäste des Literaturpflasters haben sich bereits durch die Welt gelesen. Auch ich lerne Jahr für Jahr viel Neues kennen, dadurch wird es auch beim 26. Mal nicht langweilig.“

Das Berleburger Literaturpflaster stellt von September bis November das jeweilige Gastland der Buchmesse vor. Norwegen ist das in diesem Jahr. Jo Nesbø ist der wohl bekannteste Autor. Aber der macht nur einen kurzen Zwischenstopp bei der Buchmesse und reist nicht nach Bad Berleburg. „Norwegen hat viele andere gute Schriftsteller, die es zu entdecken lohnt. Wenn dann die Buchmesse läuft und die Gastland-Autoren im Fernsehen vorgestellt werden, waren sie teilweise schon bei uns. Wir holen die große Welt zu uns“, beschreibt Rikarde Riedesel die spezielle Literaturpflaster-Magie, welche das Publikum weit über Wittgenstein, Siegerland und Schmallenberger Sauerland hinaus sogar aus Hagen und Arnsberg lockt.

Lesungen an ungewöhnlichen Orten

Die Autoren wiederum sind überrascht, von der Landschaft, aber auch von den Spielorten. „Wie, ich soll im Sanitätshaus lesen?“, zitiert Rikarde Riedesel ungläubige Anfragen. „Hinterher sind sie dann völlig begeistert. Der Kontakt zum Publikum ist bei uns so direkt und das Publikum ist so interessiert.“ Nicht nur das Sanitätshaus, sondern auch das Amtsgericht oder das Autohaus sind Spielorte des Festivals. „Wir gehen mit einem Vortrag über Gedächtnis in die Reha-Klinik, und wir sind im Labor der Firma Ejot zu Gast, wo die ihre neuen Produkte entwickeln. Und es kommen immer neue Orte dazu“, freut sich Rikarde Riedesel.

Festival ist gut für den Standort

Denn das Festival wird möglich dank einer breiten finanziellen Unterstützung durch die verschiedenen Betriebe und Einrichtungen Bad Berleburgs. „Das Literaturpflaster ist gut für den Standort. Das wissen die Sponsoren querbeet sehr zu schätzen“, bilanziert sich Rikarde Riedesel. „Das ist eine gegenseitige Wertschätzung.“

Bei der Frankfurter Buchmesse freut man sich wiederum über die Schützenhilfe aus Wittgenstein für die Ehrengastpräsentation. Die Kontakte sind so gut und so gewachsen, dass Rikarde Riedesel keine Probleme hat, über die Verlage und die Gastlandauftritte hochkarätige Autoren für Bad Berleburg zu gewinnen. „Das Literaturpflaster hat sich in der Szene einen Namen gemacht.“

Bis 28. Oktober ermöglicht das Berleburger Literaturpflaster mit Lesungen, Ausstellungen und Konzerten eine Expedition durch Literatur, Kultur und Kulinarik des Buchmessen-Gastlandes Norwegen. Das Programm: www.literaturpflaster.com

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