FESTIVAL

„Tanzplattform 2018“ lädt zum Gipfeltreffen der Tanz-Szene

Urbanes Leben zwischen Begegnung und Konfrontation, Aggression und Ausschweifung:

Foto: Kerstin Behrendt

Urbanes Leben zwischen Begegnung und Konfrontation, Aggression und Ausschweifung:

Essen.   Die „Tanzplattform“ kommt in diesem Jahr erstmals ins Revier. 13 Produktionen werden in Essen und Gelsenkirchen gezeigt. Ein Überblick.

Die „Tanzplattform“ gilt als wichtigstes Ereignis des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland. Alle zwei Jahre zeigt das Festival neue Entwicklungen in Tanz, Choreographie und Performance. Vom 14. bis zum 18. März treffen sich die Größen der Tanzwelt. 13 Produktionen stehen auf dem Plan.

Die Welt wahrnehmen

„The Way You Look (at me) Tonight“ ist ein Experiment mit der eigenen Wahrnehmung. Dabei verbinden Claire Cunningham und Jess Curtis Musik, Video und Performance. Pact Zollverein, 14.3. (20 Uhr) u. 15.3. (14 Uhr), 90 Min., 18/9 Euro.

Brasilianische Energie

Drehungen, Kicks, Saltos: Der brasilianische Choreograph Bruno Beltrão und seine Kompanie Grupo de Rua schaffen in „Inoah“ eine Atmosphäre voll Energie und vibrierender Spannung. Zollverein, Halle 5, 14.3. (20 Uhr), 15.5. (17 Uhr), 50 Min., 18/9 Euro.

Mein Tanz, Dein Tanz

Welche Bedeutungen haben Tänze? Wem gehören sie, wer darf sie tanzen? Antworten suchen Kulturanthropologe Julian Warner und Theatermacher Oliver Zahn in „Situation mit Doppelgänger“. Zollverein, Halle 12, 14.3. (20 Uhr; dt.), 15.3. (15 Uhr; engl.), 16.3. (21 Uhr; dt.), 55 Min., 18/9 Euro.

Das letzte Paradies

Installation, Choreographie, Performance: Mit „The Last Ideal Paradise“ zeigt Claudia Bosse eine Arbeit zu Gesellschaft und Politik. Zollverein, Salzlager, 15.3. (17 Uhr), 16.3. (15 Uhr), 18.3. (14 Uhr), 150 Min., 18/9 Euro.

In „Kreatur“, einer Arbeit der Choreographin Sasha Waltz, wirken die Tänzer wie Wesen einer anderen Welt, mehr animalisch als menschlich. Foto: Sebastian Bolesch Zerrissene Gesellschaft

In „Kreatur“ blickt Choreographin Sasha Waltz auf Phänomene des Seins in einer zerrissenen Gesellschaft. Die 14 Tänzer wirken dabei wie Wesen aus einer anderen Welt. Aalto Theater, 15.3. (20 Uhr), 90 Min., 18-38 Euro (erm. 9-19 Euro).

Richard Siegal im Fokus

Ein Doppelabend mit Arbeiten des US-Choreographen Richard Siegal: „BoD“ zeigt, untermalt von DJ-Beats, die Vielfalt von Kultur, Sprache, Sounds und Stilen. Außerdem gezeigt wird Siegals „Ballet 2.018“. MiR, 15.3. (20 Uhr), 16.3. (18 Uhr), 60 Min., 18-38 Euro (erm. 9-19€).

Die Kraft des Alters

William Forsythe schaut in dem für das Dance On Ensemble entwickelten „Catalogue (First Edition)“ auf das Potenzial reifer Tänzer. Pact Zollverein, 16.3. (14, 15, 16 und 17 Uhr), 18.3. (11 und 12 Uhr), 18 Min., Eintritt frei.

Mittendrin statt nur dabei

„Temporary Title, 2015“: eine Ausstellung, bei der sich die Performer den Besuchern von Zeit zu Zeit nähern, um Gespräche zu beginnen. Sanaa-Gebäude, 16.3., 17.3., 18.3. (je 14-19 Uhr), 14/9 Euro.

Spurensuche

Die Choreographin Eszter Salamon nähert sich in „Monument 0.5“ dem Leben und Werk der deutschen Tanz- und Kabarett-Ikone Valeska Gert und setzt ihr ein bewegtes Denkmal. MiR, 16.3. (20 Uhr), 17.3. (18 Uhr), 90 Min., 18/9 Euro.

Tanz, übergreifend: „The Last Ideal Paradise“ verbindet politische Gegenwart und Geschichte mit Ritualen und Mythen. Foto: Peter Goesens Körper und Raum

Bei „Minor Matter“ stoßen die Darsteller immer wieder an die Grenzen der Bühne, während sie die Beziehung zwischen ihren Körpern und dem Raum aufzeigen. Pact Zollverein, 17.3. (21 Uhr), 18.3. (13 Uhr), 60 Min., 18/9 Euro.

Prinzessinnen-Phänomen

Eisa Jocson und der Performance-Künstler Russ Ligtas schauen auf das Phänomen Schneewittchen – und rücken bei „Princess“ philippinische Tänzerinnen in den Fokus. Zollverein, Halle 5, 17.3. (15 u.20 Uhr), 18.3. (12 Uhr), 60 Min., 18/9 Euro.

Bis zur völligen Erschöpfung

Eine Quelle hypnotischer Energie: In „Momentum“ verausgaben sich drei Tänzer, angetrieben durch pulsierende Live-DJ-Beats, bis zur völligen Erschöpfung. Pact, 15.3. (15.30 Uhr), 16.3. (13 u. 20 Uhr), 45 Min., 18/9 Euro.

Einzigartige Bewegungen

„10.000 Gesten“ ist eine Arbeit, bei der sich keine Bewegung je wiederholt. So zeigen 24 Tänzer und der Choreograph Boris Charmatz die Flüchtigkeit des Tanzes. MiR, 17.3. (20 Uhr), 18.3. (18 Uhr), 60 Min., 18-38 Euro (erm. 9-19 Euro).

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