Konzert

Er geht wieder auf Tour: David Hasselhoff in Oberhausen

Zurück in Oberhausen: David Hasselhoff

Zurück in Oberhausen: David Hasselhoff

Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services

Essen.  Mit neuem Album kommt David Hasselhoff Mitte Oktober für ein Konzert nach Oberhausen. Auf was sich die Fans freuen dürfen.

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Böse Zungen mögen sagen: Der Mann kennt einfach keine Gnade. Auf seinem aktuellen, am vergangenen Freitag erschienenen Coveralbum „Open Your Eyes“ vergreift sich David Hasselhoff an so manchem Klassiker aus Pop („Heroes“ von David Bowie), Schlager („Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens) und sogar gruftigem 80er-Wave („Head On“ von The Jesus And Mary Chain).

Gut, Heavy Metal, wie es „The Hoff“ bei den Promo-Interviews ursprünglich ankündigte, erklingt auf „Open Your Eyes“ dann doch nicht. Nichtsdestotrotz dürfte so mancher Song auf der neuen Platte für ordentlich Partystimmung bei den anstehenden Konzerten der „Freedom! The Journey Continues“-Tour sorgen. Um „Sweet Caroline“ (und jetzt alle: Oh, oh oh!) live lautstark mitgrölen zu können, müssen Junggesellenabschiede jetzt nicht mehr zur nächsten Schlagersause mit DJ Ötzi. Sie können den Neil-Diamond-Hit stattdessen inmitten vieler anderer legendärer Klassiker der Güteklasse „Looking For Freedom“, „Du“ oder „Crazy For You“ auf einem Hasselhoff-Konzert genießen. Mit etwas Glück können Sie bei uns sogar Karten für den Auftritt am 18. Oktober in Oberhausen gewinnen.

Selbstironie als Stilmittel

Überhaupt scheint es so, als ob der singende Schauspieler (oder ist er nicht doch eher ein schauspielender Sänger?) seine schlimmsten Zeiten hinter sich hat. Unvergessen ist zwar die Eskapade um das 2007 veröffentlichte YouTube-Video, in dem Hasselhoff betrunken versucht, einen Burger zu essen. Allerdings scheint der US-Amerikaner mit deutschen Vorfahren mit sich ins Reine gekommen zu sein. Er ist glücklich in dritter Ehe mit dem britischen Model Hayley Roberts verheiratet, Skandale gab es schon länger nicht mehr.

Stattdessen konzentriert sich „Mr. Baywatch“ auf das, was ihn in den 80ern und frühen 90ern weltbekannt gemacht hat: Musik und Schauspiel. Für einen einzigen Auftritt verwandelte sich Hasselhoff kürzlich sogar wieder in Michael Knight – die Hauptrolle aus der Kultserie „Knight Rider“. Im Werbeclip eines Autoportals ist Knight unterwegs in lahmer Mission: Er versucht, einen Kriminellen mit dem Mofa einzufangen – schwierig bis unmöglich bei einer Spitzengeschwindigkeit von sage und schreibe 25 Stundenkilometern.

(Selbst-)Ironie ohne Ende

Die Ironie hinter dem Ganzen ist unverkennbar – und damit auch beispielhaft für Hasselhoffs Selbstinszenierung der letzten Jahre. Bei seinen Live-Auftritten singt er all die kleinen und großen Hits, tanzt in Lederjacke und roter „Baywatch“-Badeshorts den „Limbo Dance“ und lacht selber über die parallel zur Musik laufenden Videos. Die lange Haarmatte, die pathetischen Gesten, der legendäre Auftritt am Brandenburger Tor zu Silvester 1989, Fliegerbrillen – keine Peinlichkeit von früher wird ausgelassen. Das wirkt sympathisch und kommt an. Mal ehrlich: Irgendwie muss man David Hasselhoff doch einfach mögen.

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