Tanzshow

Pixel-Pirouetten und wummernde Musik auf der Bühne

„Black Out: A Digital Dance Show“ kommt in die Region. Protagonisten wagen ein Tänzchen zwischen Tradition und Moderne. 

„Black Out: A Digital Dance Show“ kommt in die Region. Protagonisten wagen ein Tänzchen zwischen Tradition und Moderne. 

Foto: glenneroo

Bei „Black Out: A Digital Dance Show“ wagen die Protagonisten ein Tänzchen zwischen Tradition und Moderne. Verschiedene Termine in der Region.

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Der Wunsch, durchs Tanzen Gefühle und sich selbst auszudrücken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Jede Kultur hatte ihre ganz eigenen Tänze – die Ägypter huldigten damit Göttern, die Griechen begeisterten Zuschauer im Theater und die Damen und Herren der Renaissance vertrieben sich einfach nur die Zeit. Kurzum: Tanz unterliegt einem ständigen Wandel. Mit „Black Out: A Digital Dance Show“ sind Pirouetten, Sidesteps & Co. in der digitalen Gegenwart angekommen. Bei der Tour ab dem 27. November verschmelzen auf der Bühne 3D-Projektionen mit Weltklassetänzern.

Unwirkliche Welten

Diese durchaus bewegungsfreudigen Damen und Herren treffen sich zu Beginn der Show in einer U-Bahn-Station. Die einen sind über Kopfhörer in die Welt der Musik abgetaucht, die anderen tippen auf ihrem Smartphone eine Nachricht – sie alle warten auf die Bahn. Plötzlich gehen auf dem Bahnsteig die Lampen aus. Ein Stromausfall lässt die Wartenden im Dunkeln stehen. Nur noch die Handydisplays spenden ein schwaches Licht.

Es ist ein unwirkliches Szenario, auf das noch unwirklichere Szenen folgen werden. Wo sich eben noch ein U-Bahnhof befand, dominieren plötzlich neue Welten. Virtuelle Welten, die genauso aus den Handydisplays der Wartenden entsprungen seien könnten.

Zwischen Fiktion und Realität

Dreidimensionale Projektionen verwandeln die Bühne in eine Virtual Reality Box. Aus deren Wänden wachsen plötzlich Würfel, tief blaues Wasser fließt über den Boden und ein dichter Urwald sprießt scheinbar aus dem Nichts in die Höhe. Pulsierende Musik wummert durch den Saal. Mittendrin werden die Protagonisten regelrecht von der Szenerie verschluckt und schließlich wieder in ihrer eigenen Traumwelt ausgespuckt.

Dort agieren sie mit den Dingen, die eigentlich gar nicht da sind und doch real wirken. Die Tanzelemente verbinden sich mit den virtuellen Bühnenbildern und verschmelzen zu einer völlig neuen Form des Tanzes: „Digital Dance“.

Tänzer aus verschiedenen Bereichen

Hinter dem Projekt verbirgt sich die Flowmotion Dance Company aus Österreich. Die Tänzer kommen aus verschiedenen Bereichen der Szene und bringen ihren ganz persönlichen Stil mit auf die Bühne. Mit zeitgenössischem Tanz mischen sich akrobatische Elemente, Kampfkunst und Geschicklichkeitsspiele. Heraus kommt ein wundervolles Miteinander, das ein Ausrufezeichen gegen die digitale Einsamkeit setzen will.

Denn so ein fiktiver Stromausfall in der U-Bahn-Station hat auch etwas Gutes. Die Menschen schauen von ihren Handydisplays auf, gehen aufeinander zu und erzählen so schließlich ihre ganz eigenen Geschichten auf der Bühne. „Black Out“ ist ein Tanz zwischen Tradition und Moderne, der in der heutigen digitalen Welt einen Nerv treffen dürfte. „Ich bin überzeugt, dass der Einsatz modernster Medien auch ein junges Publikum begeistern wird“, ist sich Show-Art-Director Florian Berger sicher. Davon können sich Interessierte bald selbst überzeugen. Hoffentlich mit stummgeschaltetem Handy in der Tasche und wachem Blick auf die Bühne.

Termine: 27.11. Wuppertal (Hist. Stadthalle), 28.11. Köln (Theater am Tanzbrunnen), 29.11. Düsseldorf (Capitol), 30.11. Recklinghausen (Ruhrfestspielhaus), 1.12. Essen (Colosseum), 23.1. Neuenrade (Hotel Kaisergarten). Karten ab ca. 37 €.

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