Humor

Rückkehr ins Spiegelzelt Dortmund: „Ruhrhochdeutsch“ startet

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Tresenlesen: Jochen Malmsheimer und Frank Goosen sind am 7. September im Spiegelzelt zu sehen.

Tresenlesen: Jochen Malmsheimer und Frank Goosen sind am 7. September im Spiegelzelt zu sehen.

Foto: Daniel Sadrowski / RHD

Dortmund.  Nach zwei Jahren im Schalthaus 101 auf Phönix West kehrt das Dortmunder Komik-Festival „Ruhrhochdeutsch“ zurück an seinen Stammplatz.

Nein, alles klappte dann doch nicht so, wie Horst Hanke-Lindemann es sich vorstellte. Claudia Roth, ihres Zeichens Bundesministerin für Kultur und Medien, sollte Schirmherrin des kommenden „Ruhrhochdeutsch“-Festivals werden, sagte aber freundlich ab. „Mein Kalender ist schon bis in den Herbst hinein gefüllt mit terminlichen Verpflichtungen, die einen Besuch in Dortmund unmöglich machen“, richtete die Grünen-Politikerin aus. „Wäre natürlich schön gewesen, alleine schon, weil Frau Roth eine Vergangenheit als Dramaturgin in Dortmund hat“, sagt Hanke-Lindemann.

Weitere Gründe, Trübsal zu blasen, hat der Hauptorganisator der traditionsreichen Komik-Reihe allerdings nicht. Schließlich kehrt „sein Baby“ nun endlich ins Spiegelzelt an den Westfalenhallen zurück. In den vergangenen beiden Jahren konnte „Ruhrhochdeutsch“ tatsächlich stattfinden, wegen der Corona-Maßnahmen allerdings in den Räumlichkeiten des Schalthaus 101 auf dem Gelände des ehemaligen Hochofenwerks Phönix West.

Die Sponsoren blieben treu

„Es war eine große Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit im Jahr 2020 die Voraussetzungen zu schaffen, umzuziehen und alle Unwägbarkeiten zu meistern. Aber wir hatten ein großartiges Team. Wirtschaftlich sind wir mit einem ,blauen Auge’ davongekommen, weil alle Sponsoren uns die Treue gehalten haben. Auch so etwas berührt einen natürlich emotional“, blickt Hanke-Lindemann zurück.

Los geht’s am morgigen Freitag mit der traditionellen Spendengala. Helmut Sanftenschneider, René Steinberg und die A-cappella-Gruppe Basta stehen auf der Bühne, es wird für die Ukraine-Hilfe des Deutschen Roten Kreuz gesammelt. In den Wochen und Monaten danach werden quasi alle Sparten von Comedy und Kabarett zwischen Ulk, Parodiekunst und Politischem abgedeckt, viele Beteiligte stammen aus dem Rhein-Ruhr-Raum und haben kurze Anfahrtswege.

So zum Beispiel die Duisburger Kai Magnus Sting (16.9.+17.9.) und Wolfgang Trepper (29.6. und 18.9.), der Bochumer Hennes Bender (29.9.) oder die Düsseldorferin Lisa Feller, für deren Auftritt mit dem neuen Solo namens „Dirty Talk“ am 30.9. gibt es nur noch Restkarten. Die erfahrenen Dortmunder Institutionen Bruno „Günna“ Knust (9.+10.9.) und Fritz Eckenga (23.+24.9.) treten natürlich ebenfalls auf.

Veteranen und Neuzugänge

Wieder vereint als Bühnen-Duo sind darüber hinaus zwei weitere Größen des Reviers. Jochen Malms­heimer und Frank Goosen stellen am 7.9. das neue „Tresenlesen“-Programm „Endlich in Hengenbengen!“ vor. Das Programm besteht aber nicht nur aus Veteranen: Salim Samatou (6.7.) und Masud Akbarzadeh (12.7.+9.8.+6.9.) geben ihr „Ruhrhochdeutsch“-Debüt.

Eine Neuerung in ganz anderer, kulinarischer Hinsicht mag Stammgästen auffallen. Die Rückkehr ins Spiegelzelt geht einher mit einem Wechsel der zuständigen Gastronomie. „Nach zwölf Jahren toller Zusammenarbeit mit Tante Amanda haben wir einen neuen Partner, den Brauturm im Dortmunder U. Die Speisekarte sieht deshalb etwas weniger mediterran aus, geht mehr in Richtung ,Ruhrpott’. Aber auch für Vegetarier und Veganer gibt’s was auf die Hand“, verspricht Horst Hanke-Lindemann.

>>> INFO: „Ruhrhochdeutsch 2022“

Termine:24.6.-2.10., Spiegelzelt an den Westfalenhallen, Rheinlanddamm 200, Dortmund. An allen Montagen gilt ein besonderes Angebot: Für 22 € gibt’s zu Wochenbeginn nicht nur das jeweilige Programm der Künstlerinnen und Künstler, sondern zusätzlich eine Currywurst (Alternative auf Wunsch: Salatteller) und ein Freigetränk. Das komplette Aufgebot und Karten gibt’s auf www.ruhrhochdeutsch.de.

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