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SKTWK: Die besten Skateboarder treffen sich in Düsseldorf

Die besten Tricks werden im Rahmen der SKTWK nicht nur mit Preisgeldern, sondern auch mit Qualifikationspunkten für Olympia 2020 belohnt.

Die besten Tricks werden im Rahmen der SKTWK nicht nur mit Preisgeldern, sondern auch mit Qualifikationspunkten für Olympia 2020 belohnt.

Foto: yanik88 / GettyImages/

Düsseldorf.  Bei der „SKTWK“ treten die besten Skateboarder des Landes im Düsseldorfer Skatepark um Geld und Qualifikationspunkte für Olympia 2020 an.

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Falls Sie es noch nicht wussten: Deutschlands beste Skateboarderin ist zwölf Jahre alt. Wo andere in ihrem Leben erstmals mit Bruchrechnung in Kontakt kommen, triumphiert Lilly Stoephasius schon bei renommierten Wettbewerben. Im kommenden Jahr wird die Berlinerin bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen, vorab gibt es aber noch den ein oder anderen Titel zu holen – oder zu verteidigen.

So zum Beispiel den in der Disziplin „Park“ (Fahren in freier Rundung) bei der Deutschen Skateboard-Meisterschaft im Düsseldorfer Skatepark Eller. Vom 28. August bis zum 1. September feiert die SKTWK (kurz für „Skate Week“) zum zweiten Mal den Sport und die Kultur drumherum. Mitveranstalter Norbert Szombati kann im Rückblick auf die Premiere im vergangenen Jahr nur Positives sagen: „Bei den großen Wettbewerben waren rund 3500 Leute da, bei den Events drumherum zwischen 5000 und 6000.“ Beachtliche Zahlen für einen Sport, der in Deutschland ein Nischendasein fristet. Entsprechende Besucherströme erwarten die Köpfe hinter der SKTWK nun auch für die kommende Eventreihe, bei allen Programmpunkten gilt: Der Eintritt ist frei.

SKTWK: Kunst, Filme und tolle Tricks

Los geht’s am Mittwoch mit der „Art Show“. Die Künstler Stefan Marx, Laura Kaczmarek und Roberto Cuellar stellen bei einer Vernissage in der Ninasagt Galerie ab 18 Uhr ihre Werke zum Thema Skateboard vor. Wer da verhindert ist, kann sich die Ausstellung an Ort und Stelle aber auch bis zum Ende der SKTWK ansehen.

Ebenfalls fernab von Halfpipe und Treppengeländer stellen Redakteure des Pocket Skateboard Magazine am Donnerstag (29.8., 20 Uhr) ihr neues Buch „Northbound“ vor. Erstmals auf die Bretter geht es zeitgleich im Rahmen des „DIY Quest“ – allerdings im Skatepark „Utopia“ in Dortmund, der genau wie sein Pendant in Düsseldorf-Eller erst 2018 eröffnet wurde. „Wenn die Skater schon aus ganz Deutschland anreisen, wollen wir ein wenig Abwechslung bieten“, sagt Szombati.

In eine ähnliche Richtung zielt auch die „Real Street Session“ am Freitag (30.8., 15 Uhr). Die Sportler treffen sich am Apollo-Varieté direkt am Rhein und starten von da aus zu zwei weiteren, bis zum Start geheim gehaltenen Orten, an denen meisterlich getrickst werden darf. Hier ist die Teilnahme frei – und es stehen sogar stolze 5000 Euro Preisgeld auf dem Spiel.

Wer zu spät kommt, schaut (nicht) in die Röhre

Im Anschluss daran (21 Uhr) zeigen sechs Regisseure bei der „Video Night“ im HafenKunstKino neue Bewegtbild-Filme und -Projekte rund ums Boarden. Frühes Erscheinen ist ratsam. „Im letzten Jahr war das Kino komplett voll. 200 Leute waren drin, 200 standen noch vor der Tür. Deswegen gehen wir jetzt aus dem Atelier Kino ins größere HafenKunstKino“, erklärt Szombati.

Der Samstag (31.8., ab 16 Uhr) und Sonntag (1.9., ab 12 Uhr) stehen fast gänzlich im Zeichen der großen Wettkämpfe im Skatepark Eller. In den Kategorien „Park“ und „Street“ (Kursaufbau nach Straßenvorbild mit Geländern und Treppen) geht es jeweils bei Männern und Frauen um den deutschen Meistertitel, 5000 Euro Preisgeld und – vielleicht am wichtigsten – Qualifikationspunkte für Olympia 2020. Wer teilnehmen will, kann sich entweder im Internet für eine Gebühr von 30 Euro oder spontan vor Ort (Gebühr: 40 Euro) registrieren.

Hochkarätig besetzte Jury

Zum Abschluss der SKTWK wird am Sonntag nach dem Ende der Finalrunde (ca. 17.30 Uhr) noch der „Best Trick“ gesucht – und mit 1500 Euro prämiert. Über die Gewinner entscheidet bei allen Wettbewerben eine Jury aus Ex-Profis. „Da sitzen Leute wie Mirko Holzmüller drin, die sonst auch bei Events in den USA oder China als Richter fungieren“, sagt Szombati.

Und die bewerten die zwölfjährige Titelverteidigerin genauso wie die Newcomerin mit Mitte 30, denn bei der deutschen Meisterschaft gibt es keine verschiedenen Altersklassen – hier geht es nur ums Können!

SKTWK, 28.8.-1.9., verschiedene Locations in Düsseldorf. Eintritt frei. Weitere Informationen zur Anmeldung für die Wettbewerbe sowie allen Veranstaltungen finden Sie auf www.sktwk.de.

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