Interview

„Unter Puppen“: Martin Reinl im Gespräch

Im Kreise seiner flauschigen Freunde: Harald Reinl mit Horst-Pferdinand, Wiwaldi & Co.

Im Kreise seiner flauschigen Freunde: Harald Reinl mit Horst-Pferdinand, Wiwaldi & Co.

Foto: dpa Picture-Alliance / Malte Ossowski/SVEN SIMON / picture alliance / SvenSimon

Essen.  Martin Reinl erweckt Figuren wie Hund Wiwaldi und Zirkuspferd Horst-Pferdinand urkomisch zum Leben. Bald startet die Tournee „Unter Puppen“.

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Hund Wiwaldi (li.) und das alte Zirkuspferd Horst-Pferdinand (3. v. re.) haben seit ihren Auftritten in der Sendung „Zimmer frei!“ Kultstatus. Wenn ihr Schöpfer Martin Reinl (2. v. re.) mit ihnen auf Tour geht, hauchen er und Carsten Haffke aber noch rund 40 weiteren Figuren Leben ein. Im Interview fragte Stefan Moutty Martin Reinl u.a., wie man da nicht den Überblick verliert.

Herr Reinl, darf ich annehmen, dass Sie Fan der Muppet-Show sind?

Martin Reinl: Natürlich. Diese Show hat mich von Kindheit an inspiriert und ist Schuld an meinem heutigen Leben.

Haben Sie jede Folge gesehen?

Nicht nur gesehen, sondern auch auswendig gelernt.

Welche Puppen haben Sie denn zuerst begeistert und inspiriert? Waren es die aus der „Sesamstraße“?

Grundsätzlich alle Muppets, egal ob aus der „Muppet Show“ oder aus der „Sesamstraße“. Die waren sicherlich am wichtigsten. Daneben waren Trickfilmfiguren wie Biene Maja, der rosarote Panther oder Bugs Bunny das Größte für mich. Egal ob Puppe oder Trickfilm – Hauptsache sprechende Tiere mit Charakter!

Waren Sie schon als Kind gern im Kasperle-Theater?

Als Kind habe ich tatsächlich niemals eine echte Kasperle-Vorstellung besucht. Ich hatte aber selbst ein kleines Theater und Freunde wie Verwandte mit selbstinszenierten Vorstellungen gequält.

Später durften Sie selbst Puppen aus der „Sesamstraße“ spielen. Wie ist das, wenn man plötzlich „Weltstars“ wie Elmo oder Grobi Leben einhauchen darf?

Natürlich eine große Ehre und ein ganz großer Moment in meinem Leben. Die Herangehensweise an diese Figuren ist ein wenig anders als bei meinen eigenen Puppen, denn es gibt ja eine Vorlage, an die man sich zu halten hat. Man studiert die Originale und versucht, so dicht wie möglich ranzukommen. Schon allein um die Helden der eigenen Kindheit nicht zu beschmutzen.

Welche Figur aus dem Jim-Henson-Kosmos mögen Sie am liebsten?

Da gibt es mehrere, aber Kermit der Frosch ist sehr weit vorne. Schon wegen seines Lebensmottos: „Ein Frosch ohne Humor ist im Grunde nichts weiter als ein kleiner, grüner Klumpen“.

Eine Ihrer skurrilsten Puppen ist Horst-Pferdinand. Wie kamen Sie zur Idee für diese Figur?

Horst-Pferdinand war ein reines Zufallsprodukt. Bei „Zimmer frei!“ hatten wir einen Gast aus einer Zirkusfamilie und mir kam zwei Tage vor der Sendung die Idee, ein Zirkuspferd mitzubringen. Ich habe die Figur noch über Nacht gebaut und ohne Text in die Sendung mitgenommen. Im Studio wurde dann improvisiert, der Charakter entstand wirklich im Moment der Sendung.

Welche Figuren sind denn die Hauptdarsteller der Show?

Die Stars der Show sind das Puppen-Ensemble, die das Publikum von „Zimmer frei!“ oder der „Wiwaldi Show“ kennt: Wiwaldi, Horst-Pferdinand, Charming Traudl, der Kakerlak und der betrunkene Hai. Aber daneben sind noch ca. 40 weitere Puppen mit am Start, die jede Menge singen, witzeln und improvisieren.

Verlieren Sie da nicht den Überblick?

Bisher klappt es ganz gut. Wir hatten bisher nur einmal die Situation, dass mein Kollege Carsten während einer Nummer eine Puppe nicht fand und statt „Opi Flönz“ mit einem Hamster auf die Bühne kam, der dann mit der Opi-Stimme sagte „Ich hab mich nicht gefunden!“

>>> Die Infos Zur Tournee
Termine
: 26.10. Essen (Weststadthalle),
6.12. Monheim am Rhein (Aula am Berliner Ring),
20.12. Neuss (Stadthalle),
12.1. Leverkusen (Scala-Club),
25.1. Düsseldorf (Savoy),
6.2. Hamm (Maximilianpark).

Karten ab ca. 20 € gibt’s in unseren LeserLäden, unter 0201/804 60 60 sowie online: www.ruhrticket.de.

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