Kino

Der T-800 ist zurück: „Terminator 6“ bedient Action-Fans

Arnold Schwarzenegger tritt mal wieder in seiner Paraderolle auf.

Arnold Schwarzenegger tritt mal wieder in seiner Paraderolle auf.

Foto: Paramount Pictures / Raufeld

Mit viel 80er-Jahre-Charme belebt „Dark Fate“ die Terminator-Saga neu.

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Rambo wütet noch im Kino, da stimmt Arnold Schwarzenegger in seiner ikonischen Rolle als Terminator ins 80er-Revival ein. Die Erwartungshaltung an das Comeback war zuerst gering, denn bislang hat die „Terminator“-Reihe nur zwei sehr gute Filme hervorgebracht: Den ersten Teil von 1984 und den zweiten von 1991, beide von James Cameron. Dass neben Cameron (als Co-Autor und Produzent) auch Linda Hamilton, Schwarzenegger und sogar Edward Furlong wieder mitmachen, schürte die Vorfreude auf T6 dann aber doch.

Im ersten Teil schlidderte Sarah Connor als Kellnerin in den apokalyptischen Kampf der Menschen gegen die Maschinen, im Nachfolger trat sie als toughe Kämpferin auf, die jahrelang einer möglichen neuen Konfrontation entgegengefiebert hatte. Der Terminator vollzog derweil eine Wandlung vom Horror-Roboter zur kumpelhaften Mensch-Maschine. In „Dark Fate“ wird die Konstellation weitergeführt, wobei der Plot einen Twist bereithält.

„Terminator 6“ beinhaltet den Kampf Gegenwart vs. Vergangenheit

27 Jahre nach den Ereignissen aus T2 wird die Mexikanerin Dani Ramos (Natalia Reyes) in den Zukunftskampf hineingezogen, da sie wie zuvor schon Connor eine zentrale Rolle darin spielt. Das neue Terminator-Modell Rev-9 (Gabriel Luna) soll Ramos eliminieren, während die aus der Zukunft angereiste Supersoldatin Grace (Mackenzie Davis) das verhindern will. Unterstützung erhalten die Gejagten von der kampferprobten Sarah Connor und einem klassischen T-800 (Schwarzenegger).

Thematisch ist die Filmreihe höchst aktuell, schließlich ist die Sorge vor künstlicher Intelligenz heute akuter denn je. Am Skript tüftelten mit David S. Goyer, Justin Rhodes und Billy Ray gleich drei Autoren. So wirr wie bei „Terminator: Genisys“ ist der Plot zwar nicht, über die Wendungen und ihre Zeitreiselogik lässt sich aber streiten. Manchmal wirkt alles etwas überladen, fast wird das Sequel von seiner cineastischen Vorgeschichte erdrückt. Dabei rekapituliert die Story doch nur die bewährte Franchise-Formel. Neu ist, dass die etablierten Figuren den Staffelstab an eine neue Generation weitergeben.

Leichte Anflüge von Humor

Inszenatorisch liefert der Sci-Fi-Actioner krachende Schauwerte, wobei Tim Miller viel Gespür für das Feeling der Reihe zeigt. Natürlich gibt es zig Referenzen an die Vorgänger und andere Actionklassiker, dazwischen leichte Anflüge von Humor. Die Computerbilder sind insgesamt sauber umgesetzt, wirken jedoch weniger intensiv und originell als das bahnbrechende Spektakel von einst: Wo T2 die Zeitenwende der Kinoeffekte mit auslöste, bedient T6 lediglich den aktuellen State of the Art.

USA 2019, 128 Min., R: Tim Miller, D: Mackenzie Davis, Linda Hamilton, A. Schwarzenegger

FSK 16, Wertung: 3 / 5 Punkten

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