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Falco, das Musical: Der Kommissar ist zurück

Falco - Das Musical

Falco - Das Musical

Foto: Karin Haselsteiner / falcomusical.com

„Falco – Das Musical“ über den österreichischen Kultstar macht auf seiner Tournee erneut auch in der Region Halt.

„Unsterblich bin ich erst, wenn ich tot bin“, soll er einst in düsterer Vorausahnung gesagt haben: Vor 22 Jahren starb ein gewisser Johann „Hans“ Hölzl bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Unter seinem Künstlernamen war der Verunglückte ein Weltstar: Falco galt als eines der größten Genies der deutschen Pop- und Rapgeschichte. Und seine eigene Prophezeiung scheint sich bewahrheitet zu haben: Falco lebt – darin sind sich seine Fans einig.

Falco, das Musical: Seit Weltpremiere auf Tournee

An die schillernde Welt des österreichischen Kultstars erinnert „Falco – Das Musical“, das sich seit seiner Weltpremiere vor drei Jahren seinen festen Platz in der deutschsprachigen Musicallandschaft erobert hat. Aktuell geht die schrille Live-Show erneut auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz – mit Gastspielen in Köln, Essen und Düsseldorf.

Falco kam am 19. Februar als einziger Überlebender von Drillingen in Österreich zur Welt und zeigte sich schon als Kind außergewöhnlich talentiert: Die Wiener Musikakademie bescheinigte ihm ein absolutes Gehör. Er tingelte als Jazz-Bassist durch Berliner Clubs, spielte in verschiedenen Bands und benannte sich nach dem DDR-Skispringer Falko Weißpflog, den er bei der Vierschanzentournee im Fernsehen sah.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte Falco mit dem Hit „Rock Me Amadeus“, die spätere Single „Jeanny“ sorgte allerdings für Diskussionen, weil der Text von Kritikern als gewaltverherrlichend eingestuft wurde. Kurz nach seinem tragischen Tod schoss das Album „Out Of The Dark (Into the Light)“ in Österreich an die Spitze der Charts und hielt sich auch in Deutschland fast ein Jahr in den Top 100.

Höhen und Tiefen einer Karriere

Das gut zweistündige Musical beginnt an dem Punkt, an dem Falcos Leben endete: mit einem Autounfall. Danach führt es die Zuschauer durch prägende Stationen in Falcos Leben – ein biografisches Musical also. Der als ebenso sensibel wie arrogant beschriebene Star habe sein Leben bis an die Grenzen ausgekostet, heißt es oft. Er sei durch Höhen und Tiefen gegangen, bis zur Selbstzerstörung. Und hier bekommt die Show auch eine fantastische Ebene: Die allegorischen Figuren „Jeanny“ und „Ana Conda“ markieren die Zerrissenheit des Stars, begleiten ihn wie Engelchen und Teufelchen durch die verschiedenen Szenen. Einblicke in die Gefühlswelt des Genies bekommt das Publikum zudem durch Projektionen, Videosequenzen und Tanzeinlagen. Live zu hören sind alle großen Hits, aber auch in Vergessenheit geratene Stücke: frühe Erfolge wie „Ganz Wien“ und „Der Kommissar“, Kultsongs wie „Vienna Calling“, „Jeanny“ und „Out Of The Dark“, exzentrische Werke wie „Emotional“ oder der Welthit „Rock Me Amadeus“. Im Mittelpunkt steht Falco selbst als exzentrische Figur und Pop-Ikone, dargestellt von Alexander Kerbst (Foto), dem eine gewisse Ähnlichkeit zum Original nachgesagt wird.

„Wie sehr Falco bis heute die Gemüter zu erregen vermag, ist schon imposant“, findet er. Am meisten beeindruckt habe ihn aber, wie viele junge Menschen die Show sehen, die Falco nur aus dem Radio kennen. Sie kämen mit selbst gemalten Falco-Bildern und ließen sich alte Platten signieren. Kerbst: „Für mich steht fest: Wenn ein Künstler mit seiner Musik auch die Kinder und Enkel seiner damaligen Fans erreicht, dann ist er wirklich unsterblich.“

Falco – das Musical auf Tournee: 14.+15.3. Köln (Musical Dome), 18.3. Essen (Colosseum), 20.3. Düsseldorf (Capitol Theater). Karten ab ca. 46 € gibt’s in unseren LeserLäden sowie auf www.ruhrticket.de.

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