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Roncalli’s Apollo Varieté: Akrobatik trifft Insel-Sound

Sorgt für Lacher im Apollo: Cesar Dias.

Sorgt für Lacher im Apollo: Cesar Dias.

Foto: Apollo Varieté

Düsseldorf.  In der neuen Apollo-Show „British Invasion“ bilden die Songs von Bands wie Beatles und Rolling Stones den Soundtrack.

Aus Großbritannien kommt viel Gutes. Zumindest dann, wenn man sich aufs Musikalische beschränkt und die Querelen um Boris Johnson und den Brexit für einen kurzen Moment ausblendet. Für deutlich positivere Schlagzeilen als der Blondschopf aus der Downing Street sorgten die Jungs der Rolling Stones und der Beatles. Gemeinsam mit den Songs anderer Brit-Bands bilden ihre Hits vom 17. Januar bis zum 12. April den Soundtrack zur neuen Show von Roncalli’s Apollo Varieté. In „British Invasion“ beweisen die Akrobaten und Künstler zum rockigen Insel-Sound der 60er und 70er Jahre ihr Können.

„British Invasion“ in Roncalli’s Apollo Varieté

Das reicht bei den meisten, die in Düsseldorf auf der Bühne stehen oder über eben diese schweben, von den Haarspitzen bis zu den Zehen. Die kleinen Knubbel am Ende der beiden Füße sind bei Marco Noury stets zu seiner perfekten Spitze gestreckt, wenn er an den Strapaten turnt. Die zwei Bänder, in denen er unter der Varieté-Decke hängt, verlangen in Sachen Körperbeherrschung einiges von dem Akrobaten ab.

Eine große Portion Mut hingegen müssen die Cedeño Brothers für ihre zwei Nummern mitbringen. Die vier Brüder Brian, Kenny, Rommy und Brandon lassen sich zum einen mit dem Schleuderbrett durch die Luft katapultieren. Zum anderen jonglieren sich die Geschwister gegenseitig bei den Ikarischen Spielen auf den eigenen Füßen und drehen so einen Salto nach dem anderen.

Hebefiguren und Hula-Hoop

Mit beiden Beinen fest auf dem Boden müssen Dasha & Vadim bei ihren Hebefiguren stehen. Die beiden Ukrainer wollen das Publikum mit Tanzakrobatik in ihren Bann ziehen. Eine ähnliche Grazie versprüht Yulia Rasshivkina, während sie die Hula-Hoop-Reifen blitzschnell um ihren Körper kreisen lässt. Mehr und mehr der kreisrunden Sportgeräte lädt sich die russische Artistin auf.

Rund geht’s auch, wenn Romano Frediani die Bühne betritt. Er beeindruckt nicht nur mit einer rasanten Jonglage, sondern bringt auch eine gehörige Portion Humor mit in die Manege. Diese Gabe teilt sich Frediani mit seinem Kollegen Cesar Dias, der den Comedy-Part im Apollo Varieté übernimmt. Der Portugiese stammt aus einer Zirkusfamilie und sollte eigentlich als Rollenartist das Publikum begeistern. Mit 18 entschied Dias: „Ich werde Clown“. Gesagt getan – seither witzelte er bereits in Zirkussen und bei Festivals in Russland, China, Italien, Frankreich und Deutschland.

Max Buskohl rockt das Varieté

Den passenden Soundtrack für die Künstler liefert Sänger Max Buskohl, der schon mit Musik-Größen wie Bono oder Bob Geldof auf der Bühne stand. Begleitet wird er bei „British Invasion“ von der Apollo Band und dem Apollo Ballett. So singen, swingen und rocken sich die Artisten durch den Abend. Ein Abend, der der britischen Musik gewidmet ist und den Brexit zwar nicht aufhalten kann, aber Großbritannien wieder ein Stückchen näher zu uns rücken lässt.

Termin: 17.1. bis 12.4., Mi+Do 19.30 Uhr, Fr 20 Uhr, Sa 16+20 Uhr, So 14+18 Uhr. Roncalli’s Apollo Varieté Theater, Apollo-Platz 1, Düsseldorf. Karten für die neue Show gibt’s ab ca. 31 € auf www.wir-lieben-tickets.de.

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