Volksfest

Wendsche Kärmetze: Alles Wissenswerte zur großen Kirmes

Die Wendsche Kärmetze lockt jedes Jahr rund 100.000 Besucher an.

Die Wendsche Kärmetze lockt jedes Jahr rund 100.000 Besucher an.

Foto: Foto: Verena Hallermann / WP

Wenden.  Die Wendsche Kärmetze gilt als eine der größten Volksfeste in Südwestfalen. Wir verraten, worauf sich die Besucher in diesem Jahr freuen können.

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Riesenrad und Achterbahn sind in Crange gerade abgebaut, da steigt das Kirmesfieber auch schon wieder an. Denn im Sauerland geht’s am Wochenende direkt weiter mit dem „größten Volksfest Südwestfalens“, wie der Veranstalter die Wendsche Kärmetze bezeichnet. Mehr als 400 Schausteller und rund 100.000 Besucher versetzen die 20.000-Einwohner-Gemeinde zwischen Siegen und Olpe in Ausnahmezustand. Und das Volksfest hat wirklich für jeden etwas zu bieten – von leckeren Grillspezialitäten bis hin zu rasanten Fahrgeschäften.

Vor allem ein Karussell sorgt dabei für echten Nervenkitzel. Die knallgrüne Luftschaukel „Konga“ gehört zu den weltweit höchsten ihrer Art. Wer sich an feuerspeienden Voodoo-Masken und einem nebelausspuckenden Riesengorilla vorbeitraut, wird zur Belohnung in einem 120-Grad-Winkel bis auf etwa 45 Meter Höhe gehievt und mit vierfacher Erdanziehungskraft in den Sitz gedrückt. Doch damit noch nicht genug: Die im Quadrat angeordneten 20 Sitzplätze drehen sich zusätzlich zur Schaukelbewegung um die eigene Achse. Hier sind also nicht nur starke Nerven, sondern auch ein Magen aus Stahl gefragt.

Bei der Wendschen Kärmetze geht’s rasant zu

Einmal den spektakulären „Urwald“ überlebt, erwartet einen auch schon die nächste Herausforderung in einem naturwissenschaftlichen „Labor“. Denn Feuer-, Wasser- und Nebeleffekte täuschen nicht darüber hinweg, dass es für „Mr. Gravity“ eine gehörige Portion Mut benötigt. Die Fahrgäste drehen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Nervenkitzel der anderen Art verspricht „Die Große Geisterbahn“. Sprechende Geister, flatternde Fledermäuse und Dracula sorgen für Gänsehaut. Etwas entspannter geht es dagegen auf der „Columbio Rad III“ zu. Hoch über dem Festplatz können Besucher wunderbar auf das bunte Treiben blicken und die Kirmesseele baumeln lassen. Für Kinder gibt es ebenfalls zahlreiche Fahrgeschäfte, darunter den „Baby-Flug“ oder „Crazy Clown“.

Wer sich nach so viel Aufregung stärken möchte, hat die Möglichkeit dazu an den zahlreichen Spezialitätenständen. Und wer noch eine längere Pause bis zum nächsten Adrenalinschub benötigt, kann gemütlich über den mehr als drei Kilometer langen Krammarkt schlendern. Hier sind verschiedene Branchen vertreten, sodass sich zwischen Haushaltsutensilien, Kleidungsstücken oder Dekoartikeln das ein oder andere Schnäppchen ergattern lässt.

Die Wendsche Kärmetze startet am Samstag um 15 Uhr

Offiziell eröffnet wird die große Kirmes am Samstag um 15 Uhr mit dem Fassbieranstich von Bürgermeister Bernd Clemens. Nach dem anschließenden Gang über den Festplatz erwartet die Besucher abends ein großes Feuerwerk.

Der Sonntag startet um 9.15 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Severinus Wenden. Denn immerhin hat das große Volksfest einen kirchlichen Ursprung. So hat sich die Kärmetze erst aus der feierlichen Einweihung der Pfarrkirche vor rund 250 Jahren entwickelt. Nach dem Gottesdienst erklingt noch ein Frühkonzert im Festzelt, bevor im Ortskern wieder der Rummel beginnt.

Am Ruhemontag können alle einmal kurz verschnaufen, um am nächsten Tag gestärkt zur Kirmes zurückzukehren. Der Dienstag steht dann ganz im Zeichen der Tierschau. Landwirte und Kleintierbesitzer aus dem Sauerland reisen mit ihren herausgeputzten Tieren heran, um Kuh & Co. ab 7.45 Uhr einer Jury zu präsentieren. Und dann heißt es ein letztes Mal für dieses Jahr Kreisch­alarm und Spaßmomente auf der Kärmetze, die das Kirmesfieber so richtig ansteigen lässt.

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