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Google Maps: Zehn versteckte Funktionen für den Kartendienst

5 Tricks für Google Maps

Millionen Menschen navigieren mit Google Maps. Aber das Karten-Tool kann viel mehr als nur den Weg weisen. Wir zeigen fünf praktische Funktionen im Video.

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Berlin.  Google Maps ist mehr als Kartendienst und Navigation. Viele nützliche Funktionen sind aber versteckt. Hier sind zehn Insider-Tipps.

Wann haben Sie sich das letzte Mal unterwegs verirrt? Wer sein Smartphone stets dabei hat, dem dürfte das kaum noch passieren. Der Grund dafür heißt: Google Maps. Der weltgrößte digitale Kartendienst feiert an diesem Wochenende Geburtstag.

Vor 15 Jahren veränderte Google Maps die Art, wie die meisten von uns heute durch die Welt gehen, radikal. Anderthalb Jahrzehnte nach dem Start als reine Anwendung für den Computer ist die Karten-App heute auf fast jedem Smartphone zu finden – und für Touristen, Rad- und Autofahrer kaum mehr wegzudenken.

Google Maps ist längst kein bloßer Kartendienst mehr. Der Internetkonzern aus dem Silicon Valley hat ein Abbild der realen Welt geschaffen. Nahezu jeder Winkel der Erde ist erfasst. Der Nutzer kann sich jeden Kartenausschnitt auf den Bildschirm holen – als Stadtplan, Satellitenfoto oder Geländedarstellung für die Wanderung.

Im Modus „Street View“ springt man zu einem gewünschten Punkt auf der Karte und schaut sich die Umgebung aus Fußgängerperspektive an, was nicht nur bei der Wohnungssuche Gold wert ist. In Sekunden ermittelt Google Maps, wie man am schnellsten zu Fuß, per Auto oder mit dem Nahverkehr von A nach B kommt. Autofahrer können unterwegs in Echtzeit prüfen, ob auf der geplanten Route gerade ein Stau droht. Und nebenbei ist Google Maps das vielleicht einflussreichste Online-Bewertungsportal: Geschäfte sind heute weitgehend darauf angewiesen, dass sie auf Google-Maps-Karten auftauchen, mit möglichst guter Nutzerbewertung.

Google baut Maps jährlich aus und verpasst seinem Dienst neue Funktionen. Manche nützliche Anwendung sind allerdings ziemlich gut versteckt in den Untermenüs. Wir zeigen, wo man sie findet:

Google Maps: Zehn wertvolle Tipps für den weltgrößten Kartendienst

1. Stoßzeiten für die geplante Autofahrt anzeigen lassen

Wer im Navigationsmodus für Autos eine Route eingibt, kann sich neben der aktuellen Verkehrslage auch die üblichen Stoßzeiten auf der Route nach Tageszeiten als Balkendiagramm anzeigen lassen. Damit lässt sich die Rushhour umgehen. Dafür klickt man im Routenmodus statt auf „Start“ rechts daneben auf „Details“. Plötzliche Unfälle kann die Berechnung natürlich nicht berücksichtigen.

2. Als Autofahrer nie wieder den Parkplatz vergessen

Wo habe ich noch mal das Auto abgestellt? Google Maps hilft vergesslichen Autofahrern, indem es den Parkplatz speichert. Das hilft besonders im Parkhaus.

In der Kartenansicht berührt man den blauen Punkt, der den eigenen Standort anzeigt. Im sich öffnenden Menü erscheint die Funktion „Als Parkplatz speichern“. Auf Wunsch klickt man anschließend auf „Mehr erfahren“. Hier kann man ein Foto oder eine Notiz (etwa die Stellplatznummer) hinzufügen. Ist der Parkplatz nur begrenzte Zeit verfügbar, lässt sich ein Timer aktivieren. Die App warnt den Besitzer dann 15 Minuten vor Ablauf per Meldung.

3. Akku sparen auf langen Autofahrten dank Nachtmodus

Läuft auf längeren Autofahrten im Navigationsmodus durchgehend Google Maps auf dem hellen Smartphone-Bildschirm, macht der Handy-Akku recht schnell schlapp. Wer dauerhaft den Nachtmodus aktiviert, verlängert die Akkulaufzeit auf Fahrten deutlich.

Der Weg führt links oben über „Menü“ > „Einstellungen“ > „Navigationseinstellungen“ zum Reiter „Kartendarstellung“. Hier schaltet man das Farbschema der App auf „Nacht“.

4. Reisefortschritt mit den Liebsten teilen

Sie möchten Familie oder Freunde zu Hause wissen lassen, ob Ihre Autofahrt planmäßig verläuft? Über die Standortfreigabe von Google Maps können Sie bestimmen, wer Ihren Standort kontinuierlich verfolgen kann.

Zuerst legt man in der App das Reiseziel fest. Ist die Navigation gestartet, wählt man unten im Fenster „Streckenfortschritt teilen“. Hier einfach einen vorgeschlagene Kontakt aus der Liste aus bestimmen oder über den Punkt „Mehr“ auf das eigene Telefonbuch zugreifen und per „Teilen“ die Standortverfolgung freigeben . Hat der Empfänger kein Google-Konto, lässt sich der Link ebenfalls per Mail, SMS oder Messenger versenden. Die Liebsten zu Hause sehen nun in der App, wo Sie sind, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben.

5. „Live View“ zeigt den richtigen Weg durch die Kamera

Im sogenannten „Live View“-Modus bekommen Fußgänger die Richtungspfeile ihrer Route direkt auf dem Kamerabildschirm des Smartphones angezeigt. Das funktioniert aus Sicherheitsgründen nur bei guter Beleuchtung im Freien und erst nachdem man Google Maps erlaubt, die Kamerafunktion zu verwenden.

Sobald man eine Route startet und „zu Fuß“ anwählt, taucht unten die Schaltfläche „Live View“ auf. In den kommenden Monaten will Google laut eigener Angabe die „Live View“-Funktion weiter ausbauen. Dann soll auch in der Kameraansicht angezeigt werden, wie weit der gesuchte Ort entfernt ist.

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• Geschichten zu Google Maps:

Google Maps von Künstler überlistet – geht das wirklich?

Mann löst 22 Jahre alten Vermisstenfall – mit Google Maps

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6. Mit Indoor-Karten durch Gebäudepläne bewegen

Google Maps kann nicht nur die Außenwelt auf Karten darstellen. Ausgewählte Gebäude, wie Einkaufscenter, Museen, Flughäfen oder Veranstaltungshallen können Nutzer der App auch in einer detaillierten Innenansicht anzeigen lassen. So kann man sich im Vorfeld eines Besuchs informieren, wo genau man hin möchte. Außerdem erleichtert es die Orientierung, wenn man sich bereits durch das Gebäude bewegt.

In vielen Fällen erkennt die App sogar, in welchem Stockwerk Sie sich gerade befinden. Den Gebäudeplan ruft man auf, indem man zum Kartentyp „Gelände“ wechselt und in die Karte hineinzoomt (auf dem Smartphone zwei Finger von innen nach außen ziehen). Mit der linken Leiste wechselt man zwischen den Etagen.

7. Kartenausschnitte vor der Reise herunterladen spart Datenvolumen

Wollen Urlauber auf Auslandsreisen teures Datenvolumen sparen, können sie vor Reiseantritt komplette Städte- und Gebietskarten auf dem Gerät speichern. So findet man am Urlaubsort auch ohne Wlan bequem Autorouten, Sehenswürdigkeiten oder Restaurants.

Hat man den Wunschort über die Suche gefunden, tippt man unten auf den Namen oder die Adresse des Ortes und dann rechts auf „Herunterladen“. Anschließend legt man den gewünschten Kartenausschnitt fest. Nachteil: Den Offline-Karten fehlen Wegbeschreibungen für Nahverkehr, Radfahrer oder Fußgänger und Stauangaben.

Heruntergeladene Offlinekarten kann man nach dem Urlaub problemlos wieder löschen, um nicht unnötig Speicherplatz zu belegen. Ein Tipp im Kontextmenü auf „Löschen“ genügt dafür.

8. Reiseplanung: Orte in Listen speichern und teilen

Beim Planen des anstehenden Trips kann es hilfreich sein, vorab die interessantesten Orte, Restaurants oder Ausflugsziele festzuhalten. Dafür bietet Google Maps die Sammlung in Listen.

Hat man einen Ort gesucht und angetippt, erscheint unten „Speichern“. Danach lässt sich über „+Neue Liste“ eine Sammlung erstellen und benennen. Weitere Orte kann man später der Liste hinzufügen. Vorteil: Gespeicherte Orte hebt Google auf der Karte hervor. Mithilfe der „Teilen“-Funktion können Sie alle Listen etwa über WhatsApp auch als Link mit Freunden teilen.

9. Über Google Maps einen Tisch im Restaurant reservieren

Wer auf der Karte ein passendes Restaurant findet, kommt mit einem Tipp auf den Namen ins Untermenü. Dort kann man entweder mit einem Tipp auf „Anrufen“ telefonisch Kontakt aufnehmen oder auch direkt in der App einen Tisch reservieren.

Das klappt allerdings nur, wenn man mit dem eigenen Google-Konto bei Maps eingeloggt ist und das gewünschte Restaurant auch Online-Reservierungen unterstützt. Dann taucht die Schaltfläche „Tisch reservieren“ auf. Darüber landet man auf einer Seite, wo der Nutzer alle Details zur Reservierung eingeben und eine Rufnummer hinterlassen kann. Die Reservierungsbestätigung kommt sofort per E-Mail.

10. Mit Google Street View auf kleine Zeitreisen gehen

Die 360-Grad-Rundumfotos im „Street View“-Modus werden von Google alle paar Jahre aktualisiert. Die veralteten Aufnahmen sind aber nicht verloren. In der Browserversion von Google Maps lassen sich frühere Aufnahmen von Orten wieder aufrufen und ermöglichen so eine kleine Zeitreise.

Öffnet man eine Street-View-Ansicht im Vollbild steht links oben die Angabe zum Aufnahmedatum. Über das Uhrensymbol lassen sich dann frühere Aufnahmedaten inklusive Vorschaubild auswählen.

• Weitere nützliche Funktionen stellt Google Maps auf einer Tipps-und-Tricks-Seite im Internet bereit.

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