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Energie sparen: So halbieren Sie die Kosten beim Kochen

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Energiesparen leicht gemacht // IMTEST

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Die Energiekosten steigen, aber mit einigen einfachen Tricks kann man Ausgaben für Benzin, Strom und Wasser senken.

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Berlin  In der Energiekrise wollen viele an allen Ecken und Enden sparen. Beim Kochen funktioniert es sogar ganz einfach. Mit diesem Tipp.

  • Auch mit kleinen Dingen im Haushalt lässt sich Energie sparen, etwa beim Kochen.
  • Der Schnellkochtopf ist ein wahres Zaubermittel beim Kochen.
  • Wie ein Schnellkochtopf Energie sparen hilft und was Sie beim Kauf beachten sollten, lesen Sie hier.

Energie ist knapp, die Energiekosten explodieren. Energiesparen heißt das Gebot der Stunde: Es schont die Ressourcen und das Portemonnaie. Das gilt auch für den Haushalt – zum Beispiel das Kochen.

Dass man beim Kochen einen Deckel benutzen soll, weiß jedes Kind. Ohne Deckel entweicht die Hitze schneller aus dem Topf, kostbare Energie wird verschwendet. Zudem ist das Gargut einfach schneller fertig, wenn man beim Kochen einen Deckel benutzt. Das hilft Kosten sparen. Ein Schnellkochtopf kann jedoch noch mehr.

Bei einem herkömmlichen Topf mag der Deckel zwar passend aufliegen. Doch nur ein Schnellkochtopf verschließt den Topf luft- und wasserdicht. Durch den Verschlussmechanismus entsteht im Inneren des Topfes Druck aus Wasserdampf. Das lässt die Temperaturen auf bis zu 120 Grad steigen - ohne zusätzlichen Energieaufwand. Und die Garzeit verkürzt sich dadurch um bis zu 70 Prozent.

Kochen mit Schnellkochtopf: Diese Speisen kann man zubereiten

Beim Kochen mit dem Schnellkochtopf steht das Essen also rascher auf dem Tisch, und das Kochen verschlingt viel weniger kostbare Energie. Ein Schnellkochtopf reduziert den Verbrauch etwa um die Hälfte gegenüber dem Kochen mit einem herkömmlichen Topf. Das hat der TÜV Süd errechnet.

Doch welche Speisen eignen sich für die Zubereitung im Schnellkochtopf? Sehr gut eignen sich Speisen, die direkt in Flüssigkeit zubereitet werden, etwa Suppen, Eintöpfe, Hülsenfrüchte, Gulasch oder Rouladen. Auch Dampfgaren ist möglich. Dabei füllt man den Topf mit etwas Wasser und legt Gemüse oder Kartoffeln in den dazugehörigen Siebeinsatz. Beim Kochen entsteht Dampf, der die Speisen erhitzt. Dieses Verfahren hat noch einen anderen Vorteil: Es gilt als besonders nährstoff- und aromaschonend, so Ernährungsexpertin Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Reis und Nudeln eignen sich nicht zur Zubereitung im Schnellkochtopf. Diese Lebensmittel werden unter Druck breiig, warnen die Verbraucherschützer. Danitschek empfiehlt, genau auf die Bedienungsanleitung des Herstellers zu achten. Diese informiere über die richtigen Garzeiten und Füllmengen für unterschiedliche Lebensmittel und enthalte zudem Sicherheitshinweise.

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Schnellkochtopf: Wie gefährlich sind sie?

Schnellkochtöpfe haben bei einigen Verbrauchern keinen guten Ruf. Es könnte zu Explosionen kommen, der Deckel könnte vom Topf springen und das heiße Gargut in der Küche herumfliegen und für gravierende Verletzungen sorgen, so ein Vorurteil. Diese Bedenken sind jedoch übertrieben und solche Vorfälle sehr selten, wenn man den Schnellkochtopf achtsam verwendet.

Wichtig ist es, den Schnellkochtopf wirklich richtig zu schließen. Der Deckel muss fest aufliegen und der Griff ordnungsgemäß verschlossen sein. Dann kann sich der Deckel auch nicht abheben, wenn sich Druck im Topf aufbaut. Genauso entscheidend ist das Öffnen nach dem Kochen. Der Druck im Topf muss so weit gesunken sein, dass der Deckel nicht weggeschleudert wird und keine heiße Dampfwolke den Benutzer trifft.

Weitere Tipps zum Sparen:

Kein Problem ist, dass der Schnellkochtopf etwas lauter ist als ein herkömmlicher Topf und zu Beginn der Benutzung zischt. Das geschieht, während der Schnellkochtopf den Druck im Inneren aufbaut. Ist er erreicht und der Topf vollständig und dicht geschlossen, hört auch das Zischen auf. Das sogenannte Überdruckventil sorgt dann für den Abbau des überschüssigen Drucks.

Schnellkochtopf kaufen: Auf diese Siegel sollten Sie achten

Wer sich einen Topf zulegen möchte, sollte beim Kauf auf das GS-Zeichen achten und das blaue, achteckige TÜV-Siegel. Sie geben an, dass der Topf auf seine Sicherheit hin geprüft wurde. Ein sicherer Schnellkochtopf lässt sich erst gar nicht öffnen, bevor der Druckausgleich stattgefunden hat. Die Dichtungsringe sollten etwa alle zwei Jahre ausgetauscht werden, empfiehlt der TÜV. Zudem sollte man den Schnellkochtopf sorgfältig pflegen, damit das Überdruckventil richtig arbeiten kann.

Übrigens gibt es noch zwei andere einfache Tricks, um beim Kochen Energie zu sparen – auch ohne Schnellkochtopf. Stellen Sie die Töpfe immer auf die Herdplatte mit der passenden Größe. Und wenn Sie zum Kochen Wasser erhitzen möchten, benutzen Sie den schnellen Wasserkocher.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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