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Galaxy Z Fold 4 und Z Flip 4: Samsung zeigt neue Falt-Handys

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Refurbished: So viel Geld kann man damit sparen

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Mit generalüberholten Geräten kann man viel Geld sparen: Das steckt hinter dem „refurbished“-Prinzip.

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Berlin.  Samsung hat seine zwei hochpreisigen Falt-Smartphones überarbeitet. Was das Galaxy Z Fold 4 und Galaxy Z Flip 4 besser machen sollen. 

Samsung hat am Mittwoch die Neuauflage seiner beiden Smartphones zum Falten beziehungsweise Klappen vorgestellt: Die Geräte führen den Namen der bekannten Reihe weiter und erscheinen folgerichtig als Samsung Galaxy Z Fold 4 und Z Flip 4. Unsere Redaktion hatte die Gelegenheit, die beiden neuen Falt-Handys im Vorfeld bereits kurz auszuprobieren. Was sich bei Design, Ausstattung und Preis im Vergleich zu den Vorgängern getan hat, verrät unsere Übersicht.

Smartphones mit einem Bildschirm zum Falten und Klappen sind jetzt schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Neben Samsung bieten einige große Hersteller wie Huawei, Motorola oder Oppo Handys mit einem Scharnier in der Mitte, die sich mit einem Handgriff auf- und zuklappen lassen. Nicht nur die Leistung und Akku-Laufzeit der sogenannten Foldables steigt von Jahr zu Jahr. Auch der Falz in der Mitte, der zwangsläufig durch häufige das Auf- und Zuklappen entsteht, wird immer dezenter und weniger störend – sichtbar und fühlbar bleibt der Knick dennoch.

Samsung: Galaxy Z Fold 3 und Z Flip 3 überarbeitet

Samsung geht als einziger Hersteller auch in diesem Jahr mit zwei Falt-Modellen an den Start: Das Galaxy Z Fold 4 lässt sich durch Aufklappen von Smartphone-Größe auf Tablet-Größe bringen und auf Wunsch mit Eingabestift bedienen. Das Z Flip 4 dagegen lässt sich von Smartphone-Größe so zusammenklappen, dass es platzsparend in die Hosen- oder Handtasche passt – der sogenannte Clamshell-Stil (Muschelschale).

Mit beiden Geräten spricht Samsung unterschiedliche Zielgruppen an – und beide sind weiterhin klar in der oberen Preisklasse angesiedelt.

Samsung Galaxy Z Fold 4: Robuster, Mehr Leistung, mehr angepasste Apps

Zugeklappt ein schmales aber dickes Smartphone – aufgeklappt ein dünnes Tablet für das Sofa, das Büro oder unterwegs: Mit dem Galaxy Z Fold spricht Samsung seit jeher vor allem Kreativ-Profis, Business-Nutzer, mobile Gamer und Technik-Enthusiasten an. Das liegt auch am hohen Preis von knapp unter 2000 Euro.

Äußerlich tut sich beim neuen Z Fold 4 nur wenig: Der Bildschirm auf der Vorderseite im zugeklappten Zustand bleibt bei 6,2 Zoll Diagonale. Aufgeklappt steigt die Bildschirmfläche wie beim Vorgänger auf 7,6 Zoll (19,2 Zentimeter Diagonale).

Etwas geschraubt hat der Hersteller aus Südkorea am Seitenverhältnis: Es ist nun einen Tick breiter und dafür weniger hoch. Mit 263 Gramm bleibt das Falt-Smartphone ein schweres Gerät, das sollte Käufern bewusst sein. Samsung zufolge hat das Z Fold 4 bei Tests bis zu 200.000 Klapp-Vorgänge problemlos überstanden. Es lässt sich etwa bei Videogesprächen auch bequem aufgeklappt aufstellen. Das Gerät soll zudem besser geschützt sein dank des robusteren Gorilla Glass Victus+.

Beide Bildschirme außen und innen fallen mit Blick auf die Zahlen und dem ersten Eindruck nach wieder sehr gut aus. Schärfe, lebendige Farben und gute Helligkeit (bis zu 1000 Nits) sind wie beim Vorgänger gegeben. Die Bildwiederholrate passt sich den Inhalten an, sie beträgt jeweils bis zu 120 Bilder pro Sekunde (Hertz) und verspricht flüssige Bildwechsel.

Die Auflösung der beiden sogenannten „Dynamic AMOLED 2x“-Displays liegt innen bei 1812 x 2176 Pixel (Pixeldichte 374 PPI) und außen bei 904 x 2316 Pixel (402 PPI). Das sehr dünne, biegsame Innen-Display beherrscht mit HDR10+ starke Kontraste und soll widerstandsfähiger sein.

Galaxy Z Fold 4: Fast schon ein PC

Besitzer können zum Beispiel Videos, die sie auf dem vorderen Bildschirm starten, durch aufklappen automatisch auf dem größeren Innen-Display weiterschauen. Samsung zufolge unterstützen nun mehr App-Anbieter das größere Display und werden optimal angepasst angezeigt, darunter Outlook und Office von Microsoft, Google Meet oder Facebook.

Für besseres Multitasking lassen sich bis zu drei Apps gleichzeitig darstellen und verschieben. Eine neue Taskleiste mit App-Symbolen erinnert an die Bedienung auf dem PC. Neben Tippen und Wischen ist auch wieder eine Bedienung mit einem Eingabestift möglich, der zusätzlich erhältlich ist.

Rückseitig bleibt das Z Fold 4 bei einer Dreifach-Kamera mit 50 (Hauptkamera), 12 (Ultraweitwinkel) und 10 (3x optischer Telezoom) Megapixel (MP). Die Frontkamera auf dem Außenbildschirm löst mit 4 MP auf. Die zweite Frontkamera mit 10 MP, die Linse dafür liegt unter dem Innen-Display und wirkt beim Schauen von Videos auf den ersten Blick fast unsichtbar.

Für mehr Leistung soll Qualcomms neuer Prozessor Snapdragon 8+ Gen1 sorgen. Der Chip ist im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt, er soll stromsparender sein und weniger Wärme entwickeln. Dazu gibt es mit 12 Gigabyte (GB) RAM reichlich Arbeitsspeicher. Der Akku bleibt bei ordentlichen 4400 Milliamperestunden (mAh).

Für Z Fold 4 und Z Flip 4 gilt gleichermaßen: Entsperrt werden die Smartphones weiterhin über einen Fingerabdrucksensor im Rahmen und nicht über einen Sensor unter dem Display. Beide sind nach IPX8 gegen Süßwasser geschützt (in 1,5 Meter Tiefe bis zu 30 Minuten). Schneller 5G-Mobilfunk wird unterstützt.

Als Betriebssystem ist Android 12 (beim Fold Android 12L) an Bord mit der Samsung-eigenen Oberfläche OneUI 4.1.1. Der Hersteller verspricht wie bei allen jüngeren Modellen je vier große Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheits-Updates, was vorbildlich ist.

Preise und Verfügbarkeit: Samsung Galaxy Z Fold 4 behält hohen Startpreis bei

Das Samsung Galaxy Z Fold 4 lässt sich ab sofort vorbestellen und kommt ab dem 26. August in den Handel. Zur Wahl stehen die drei Farben Schwarz, Graugrün und Beige. Die Preise bleiben hoch: Sie gehen wie im Vorjahr los bei 1799 Euro mit 256 GB Flash-Speicher.

Samsung Galaxy Z Flip 4: Stärkerer Akku, robuster, mehr Farben

Das Z Flip 4 inszeniert Samsung dieses Jahr erneut als kompaktes Lifestyle-Gerät in vielen möglichen Farbvarianten. Das Modell kommt auch in Samsungs „Bespoke-Edition“, bei der sich Käufer laut Hersteller im Onlineshop aus über 70 verschiedenen Farbkombinationen für Rückseite und Rahmen ihr Modell zusammenstellen können. Beim Gehäuse kommt robustes „Armor Aluminium“ zum Einsatz.

Freuen dürften sich Interessenten beim Z Flip 4 über die auf dem Papier deutlich bessere Akku-Leistung, sie steigt von schmalen 3300 auf 3700 mAh. Zusammen mit dem stromsparenderen Qualcomm-Chip Snapdragon 8+ Gen1 dürfte das Klapp-Handy spürbar länger durchhalten.

Optisch sieht das Z Flip 4 aus wie der Vorgänger. Immerhin hat Samsung beim 6,7 Zoll (17,02 cm) großen „Dynamic AMOLED 2X“-Display die Bildschirmränder leicht dünner gestaltet, das biegsame Displayglas wurde nochmals verbessert. Der kleine Außenbildschirm für Benachrichtigungen und Widgets ist praktisch gleich geblieben. Das Scharnier wurde nach eigenen Angaben grundlegend überarbeitet, um das Flip 4 noch kompakter und noch widerstandsfähiger zu gestalten. Das Kamerasystem wurde zum Vorgänger leicht verbessert.

Galaxy Z Flip 4: Die wichtigsten Ausstattungsdetails im Überblick

  • Falt-Display: 6,7 Zoll (17,03 cm Diagonale) / „Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex“
  • Auflösung: 2640 x 1080 Pixel (Full-HD+), 425 ppi, 120 Hertz
  • Schutzglas: Gorilla Glass Victus+
  • Zusatzdisplay 1,9 Zoll (4,83 cm)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 8+ Gen1
  • Speicher: 8 GB RAM / 128 GB oder 256 GB oder 512 GB intern
  • Hauptkamera: 2x-Kamera mit 12 MP (Blende f/1.8) und 12 MP Ultraweit (Blende f/2.2)
  • Frontkamera: 10 MP (Blende f/2.4)
  • Verbindungen: 5G, Bluetooth 5.2, WLAN AC, NFC, USB-Typ-C
  • Akku: 3700 mAh
  • Gewicht: 187 Gramm

Preise und Verfügbarkeit: Samsung Galaxy Z Flip 4 wir etwas teuerer

Das Samsung Galaxy Z Flip 4 lässt sich ab sofort vorbestellen und kommt wie das Fold ab dem 26. August in den Handel. Erhältlich ist es im freien Handel in den vier Farben Schwarz, Hellblau, Pink-Gold und Violett. Es startet in der günstigsten Version mit 8 GB RAM und 128 Gigabyte Speicher ab 1099 Euro – 50 Euro mehr als im Vorjahr.

Samsung Galaxy Z Fold 4 und Z Flip 4: Erster Eindruck

Bahnbrechende Neuerungen hat Samsung bei seinen beiden Foldables nicht vorgenommen. Insgesamt haben die Südkoreaner das Z Fold und Z Flip aber an sinnvollen Stellen leicht überarbeitet. Beide dürften dank des neuen Top-Prozessors von Marktführer Qualcomm noch leistungsstärker und stromsparender daherkommen.

Erfreulich ist beim kleineren Z Flip 4 die deutlich verstärkte Akkuleistung – eine Schwäche des Vorgängers. Das Ladetempo bleibt mit jeweils 25 Watt (15 Watt drahtlos) weiter unter dem der Konkurrenz.

Beim ersten Ausprobieren fallen die robuste Verarbeitung, der durchaus angenehme Klapp-Mechanismus und die Displayqualität positiv auf. Die Falz ist jeweils leicht sichtbar, stört aber nicht bei der Wisch-Bedienung. Wie sich beide Falt-Smartphones im Alltag schlagen und wo Verbesserungen bei der Kamera sichtbar sind, wird erst der Praxistest zeigen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.

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