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Steuererklärung 2018: Diese Tipps bringen viel Geld

Muss ich eine Steuererklärung machen?

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Berlin  Wer möglichst viel aus seiner Steuererklärung rausholen will, sollte nun aktiv werden. Es kann sich lohnen, noch 2018 Geld auszugeben.

Die Steuerklärung sorgt wie wohl jedes Jahr auch 2019 für viele Kopfschmerzen bei Steuerzahlern. Auch wenn das Vorgehen jedes Jahr gleich sein mag, wirkt die Flut am digitalen Papierkram einschüchternd. Das Gute: Wer sich an die richtigen Tipps erinnert, kommt schnell durch und bekommt -- das Wichtigste -- viel Geld von der Steuer zurück. Wir zeigen Ihnen, auf welche Tipps Sie bei der Steuererklärung besonders achten sollten.

Welche Rechnungen Sie besser noch in diesem Jahr begleichen sollten, welche Anträge noch auszufüllen sind – und wann sie andersherum besser noch mit den Ausgaben warten sollten.

Steuererklärung 2018: Diese Tipps sind viel Geld wert

Lästiger Papierkram, trockene Zahlen – man kann sich schönere Freizeitbeschäftigungen vorstellen. Dabei ist die Steuererklärung für viele Arbeitnehmer eine Geld-zurück-Garantie. Das gilt umso mehr für jene Steuerzahler, die ihre Finanzen vorausschauend planen. Denn wer am meisten aus der Steuererklärung 2018 herausholen will, sollte am besten noch vor Ende des Jahres aktiv werden.

Denn vielleicht bräuchte es nur noch wenige Euro, um die sogenannten Pauschbeträge bei Werbungskosten und Sonderausgaben zu knacken. Und womöglich gilt das Gleiche für den zumutbaren Eigenanteil bei den Krankheitskosten.

1. Werbungskosten von der Steuer absetzen

Das Finanzamt gestattet Arbeitnehmern einen Pauschbetrag von 1000 Euro im Jahr – auch wenn die tatsächlichen Ausgaben für Werbungskosten geringer sind. Da dieser aber schon beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt wird, kann nur derjenige zusätzlich Steuern sparen, dessen Ausgaben höher sind als jene 1000 Euro.

Liegen sie knapp darunter, kann man tricksen: Will man etwa 2019 eine Fortbildung machen, zahlt man sie einfach schon 2018. Auch der Kauf eines Fachbuchs oder eines neuen Satzes Berufskleidung könnte helfen, den Pauschbetrag zu überschreiten. Diese fünf typischen Fehler kosten bei der Steuererklärung viel Geld.

Übrigens: Seit 2018 lassen sich teure Arbeitsmittel wie Laptop oder Smartphone bis zu einem Kaufpreis von 952 Euro brutto sofort von der Steuer absetzen. Früher musste man die Kosten auf mehrere Steuererklärungen verteilen. Die 1000-Euro-Grenze ist nun also schneller zu erreichen.

2. Handwerksarbeiten in der Steuererklärung angeben

Holt man sich Experten ins Haus, um zu tapezieren, die Terrasse zu erneuern oder den Dachboden auszubauen, erhält man dafür Steuerermäßigungen. Bis zu 1200 Euro werden direkt von der Steuerschuld abgezogen.

Wann der Handwerker kommt, ist allerdings egal. Wichtig für die Steuererklärung ist, wann die Rechnung beglichen wurde. Ist der Termin also erst für 2019 angesetzt, könnte man auch hier die Leistung im Voraus zahlen – oder einen anteiligen Abschlag, wenn die Arbeiten 2018 begonnen, aber nicht abgeschlossen wurden.

3. Krankheitskosten in der Steuererklärung

Krankheitskosten gehören zu den außergewöhnlichen Belastungen. Einen bestimmten Teil von ihnen hält der Gesetzgeber für zumutbar. Wie hoch dieser Eigenanteil ist, hängt von Einkommen und Familienstand ab und davon, ob und wie viele Kinder man hat. Ein Rechner dafür findet sich zum Beispiel beim Bayerischen Landesamt für Steuern.

Alles darüber hinaus mindert die Steuerlast. Wer mit seinen Ausgaben schon an der Grenze kratzt, kann zum Beispiel überlegen, ob er Hilfsmittel wie Brille oder Zahnspange fürs Kind besser noch 2018 zahlt, wenn diese ohnehin verordnet wurden.

4. Hochzeiten bringen viel Geld

Der Klassiker unter den Steuertricks, aber immer noch wirkungsvoll. Vor allem wenn sich die Einkommen stark unterscheiden. Denn selbst wer nur am letzten Tag des Jahres verheiratet war, profitiert auch für die übrigen 364 Tage vom Splittingtarif.

Weniger bekannt ist hingegen ein Tipp, den Stiftung Warentest verrät: Den Splittingtarif bekomme auch, wer bisher offiziell getrennt gelebt habe, vor Silvester aber wieder ebenso offiziell zusammenziehe. Ernsthafte Versöhnungsabsicht vorausgesetzt. Was Eltern absetzen können.

5. An Spenden denken

Wer an gemeinnützige Organisationen spendet, hat sogenannte Sonderausgaben. Sie werden bis zu 20 Prozent dese Gesamtbetrags der Einkünfte des Spenders steuerlich berücksichtigt. Ist einem der eigene Vorteil bei dieser Art der Ausgabe nicht ohnehin egal, kann man auch hier kühl kalkulieren: Hat man die 20-Prozent-Grenze schon erreicht, ist es für den Steuerzahler günstiger, mit einer weiteren Spende bis 2019 zu warten.

6. Wann Ausgaben in der Steuererklärung angeben

Generell gilt: Wer viel verdient, kann auch viel sparen. Fällt das Einkommen im kommenden Jahr höher aus, ist es daher oft schlauer, mit den Ausgaben bis dahin zu warten. Erwartet man hingegen ein sinkendes Einkommen, sollte man das Geld besser noch 2018 ausgeben.

Wer es genau wissen will: Der Grenzsteuersatzrechner der Stiftung Warentest zeigt, wie viele Steuern man durch zusätzliche Ausgaben sparen kann.

7. Fristen für Steuererklärung einhalten:

Am 31. Dezember laufen diverse Fristen ab. Bevor Steuerzahler also die Silvesterfeierlichkeiten planen, sollten sie lieber erst mal ihre Aktenordner checken. Ist die Arbeitnehmersparzulage beantragt? Die Wohnungsbauprämie für 2016? Die Riester-Zulage fürs gleiche Jahr?

Wer die Kriterien für diese Prämien und Zulagen erfüllt, sollte nichts verschenken. Auch das Kindergeld kann seit 2018 rückwirkend nur noch für die vergangenen sechs Monate beantragt werden. Was sich bei der Steuererklärung 2018 alles ändert.

Weitere Informationen zur Steuererklärung

An eine Steuererklärungen werden vor allem Arbeitnehmer denken. Doch durch die gestiegenen Renten sind auch viele Rentner zur Steuererklärung verpflichtet. Allerdings muss nicht jeder eine Steuererklärung machen: Wer zur Steuererklärung verpflichtet ist.

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