Reisen

Mit diesen Tipps telefonieren und surfen Urlauber günstiger

Auch am Strand im Urlaub wollen Reisende meist nicht auf ihren Internetzugang verzichten. Dabei sollte man über mögliche Kostenfallen kennen.

Auch am Strand im Urlaub wollen Reisende meist nicht auf ihren Internetzugang verzichten. Dabei sollte man über mögliche Kostenfallen kennen.

Foto: haveseen / Getty Images/iStockphoto

Berlin  Im Urlaub kann Surfen und Telefonieren zur Kostenfalle werden. Wir geben Tipps, mit denen die Handynutzung in der Ferne günstig bleibt.

Der Sommer kommt, die Temperaturen steigen: Es ist Urlaubszeit. Am 20. Juni beginnen die Sommerferien, zuerst in Berlin und Brandenburg, kurz darauf folgen nach und nach die anderen Bundesländer. Auch auf Reisen will kaum noch jemand aufs Internet verzichten. In den folgenden sechs Tipps beschreiben wir, wie das jeder günstig hinkriegt – und wie man mit dem Handy im Urlaub sonst noch sparen kann.

LTE unterwegs und im Ferienhaus

Egal ob man im Wohnwagen tourt oder nur das Wochenende in der Gartenlaube verbringt – das Datenvolumen des Handyvertrags geht in der Urlaubssaison meist schneller zur Neige als daheim. Mit einem eigenen Wlan-Zugangspunkt (Hotspot) hat man seinen Internetanschluss immer dabei – und das sogar ohne Kabel oder Steckdose.

Dazu genügt ein mobiler Router für das schnelle LTE-Mobilfunknetz und der passende Vertrag. Der Router wählt sich ins Handynetz ein und versorgt Laptop, Tablet und Smartphone per Wlan. So lassen sich abends auch mal Filme streamen oder ein paar schöne Urlaubsvideos hochladen.

Solche sogenannten LTE-Zuhause-Tarife sind auch praktisch fürs eigene Ferienhaus. Vorteil gegenüber dem Festnetz: Ein guter LTE-Zuhause-Tarif muss nur dann bezahlt werden, wenn er auch genutzt wird.

Der Verbraucher-Ratgeber Finanztip hat solche Tarife untersucht. Welche sich fürs Ferienhaus und welche sich eher für die Rundreise eignen, beschreibt Finanztip im aktuellen Tarif-Vergleich.

Ganz unbegrenzt fließen die Daten aber nicht – je nach Tarif ist nach 20 bis 200 Gigabyte Schluss. Eine typische Datenmenge solcher Tarife von 40 GB reicht etwa für 55 Stunden Netflix in Standardqualität oder 13 Stunden in HD.

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Günstig telefonieren außerhalb der EU

Seit zwei Jahren zahlen Verbraucher innerhalb der EU keine Zusatzgebühren mehr fürs mobile Telefonieren und Surfen. Mittlerweile ist auch der Preis für Telefonate aus Deutschland ins EU-Ausland auf 23 Cent pro Minute gedeckelt.

Bei Reisen außerhalb der EU ist nach wie vor Vorsicht angebracht.

Hier sollten Reisende bei längeren Aufenthalten eine lokale Sim-Karte für ihr Handy kaufen. Entweder vor Ort oder schon in Deutschland, wie das Anbieter wie Holidayphone und Travsim anbieten. Wichtig: solange die neue Sim noch nicht eingesetzt ist, sollte unbedingt das Daten-Roaming auf dem Handy deaktiviert werden. Außerhalb der EU sollte auch der Anrufbeantworter (Mailbox) besser abgeschaltet sein.

Besondere Kostenfallen drohen im Flugzeug und auf Kreuzfahrtschiffen. Dort sollte das Handy im Flugmodus bleiben oder zumindest das Daten-Roaming deaktiviert sein. Besser ist es, sich ins W-Lan einzubuchen – auch Airlines und Kreuzfahrtbetreiber bieten W-Lan-Pakete an.

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Wlan finden

Auf Reisen außerhalb der EU ist es ohnehin besser, möglichst oft auf Wlan auszuweichen. Viele Unterkünfte bieten kostenloses Wlan an, unterwegs kann man sich oft in Restaurants, Cafés oder Bibliotheken gratis ins Netz einwählen.

Wer sich die Suche erleichtern möchte, dem helfen Smartphone-Apps wie WiFi-Finder. Hier können Urlauber für verschiedene Orte Offline-Karten herunterladen und auch ohne Netzverbindung den nächsten Hotspot in der Nähe ausfindig machen.

Das Handy als Navi

Die Zeiten, in denen man auf Reisen mit Faltplänen durch die Straßen laufen musste, gehören glücklicherweise der Vergangenheit an. Heute nutzen wir unsere Handys, um von einem Ort zum anderen zu navigieren. Um die mobilen Landkarten zu nutzen, braucht es in der Regel eine Internetverbindung. Gerade außerhalb der EU lohnt es sich daher, die Karten vorher aufs Handy zu laden.

Das geht zum Beispiel mit Google Maps, sofern man einen Google-Account eingerichtet hat. Außerdem gibt es in den App-Stores weitere Programme mit ähnlichen Funktionen. Vor allem für Wanderer und Radreisende reichen die Karten von Google ohnehin nicht immer aus. Dafür gibt es spezielles Kartenmaterial, zum Beispiel das von Openstreetmaps. Eine ganze Reihe von Apps bereiten diese Karten auf verschiedene Art gut auf, zum Beispiel Komoot, unter anderem zum Wandern, und Naviki zum Radfahren.

Ein wenig von der Fremdsprache lernen

Oft genügen schon ein paar Brocken einer Fremdsprache, um sich in der Ferne besser zurechtzufinden und neue Menschen kennenzulernen. Reisen sind immer eine gute Gelegenheit, um eine neue Sprache zu lernen. Es gibt einige Apps, mit denen sich die Sprachen leichter lernen lassen. Sogar kostenlos, sofern einen Werbeeinblendungen nicht stören.

Einige Finanztip-Redakteure haben gute Erfahrungen mit Duolingo gemacht. Damit lassen sich drei Sprachen leicht lernen: Spanisch, Englisch und Französisch. Die App fragt einen ab, spricht vor und testet die Aussprache. Es lassen sich ganz nach Geschmack verschieden lange Lektionen pro Tag auswählen.

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Noch mehr Sprachen hat zur Auswahl, wer auch mit Englisch als Unterrichtssprache klarkommt. Dann gibt es auch Lektionen für Portugiesisch, Dänisch, Türkisch, Griechisch, Chinesisch, Japanisch und viele andere. Für Serienfreunde übrigens auch die fiktiven Sprachen Klingonisch (aus „Star Trek“) und Hochvalyrisch (aus „Game of Thrones“).

Wer damit intensiv lernt, ist nach unserer Erfahrung genervt von der Werbung. Ein Abo kostet rund 10,50 Euro pro Monat und wird günstiger, wenn man sich für längere Zeiten festlegt.

Schnell Sprachen lernen geht auch mit Babbel. Vokabeln und Grammatik lassen sich in 15-minütigen Lektionen trainieren. Die Grammatik-Hinweise fallen angenehm auf – etwas Vergleichbares gibt es bei Duolingo nämlich nicht. Dafür ist Duolingo spielerischer. Bei Babbel sind in der kostenfreien Version nur einige Grundkurse abrufbar; wer am Ball bleiben will, muss in jedem Fall ein Abo abschließen.

Stadtführung per Smartphone

Die Preise für Stadtführungen können Urlauber bereits von zu Hause aus mit Portalen wie Getyourguide vergleichen. Dort finden sich auch Bewertungen von anderen Kunden. Eine preiswerte Alternative sind Stadtführungen mit dem Smartphone: Die gewünschten Führungen lädt man am besten noch im heimischen W-Lan herunter. Das Angebot ist etwas unübersichtlich, oft gibt es ergänzende Touren und Infos zu gekauften Reiseführern (als Buch) dazu. Als Gratisangebot sticht die App „Marco Polo Erlebnistouren“ heraus.

• Dieser Beitrag stammt aus dem aktuellen Newsletter von Finanztip und erscheint an dieser Stelle in einer Kooperation. Finanztip ist gemeinnützig und hilft Verbrauchern bei den täglichen Finanzentscheidungen.

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