Sport

Mit dem Rad über meterhohe Rampen

Dirt-Bike-Fahren ist eine beliebte Sportart. Das Risiko, sich schwer zu verletzten, ist allerdings auch sehr hoch.

Foto: lafota - stock.adobe.com

Dirt-Bike-Fahren ist eine beliebte Sportart. Das Risiko, sich schwer zu verletzten, ist allerdings auch sehr hoch. Foto: lafota - stock.adobe.com

Essen.   Schneller, höher, weiter: MediaCampus-Reporter Tom hat sich mit einem Dirt-Bike-Fahrer unterhalten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Juni fanden in Dortmund, Hagen und Hamm wieder die Ruhr-Games statt. In Dortmund wurden dabei im BVB-Stadion Rote Erde verschiedene Sportarten in Shows und Contest vorgestellt. Auch zahlreiche Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche wurden geboten.

Auch dieses Jahr waren wieder spektakuläre Sprünge mit Fahrrädern zu sehen. Dabei zeigten die Dirt-Bike-Fahrer ihr ganzes Können auf meterhohen Rampen. Nach einer Show ergab sich die Gelegenheit mit dem 24-jährigen Kölner Dirt-Bike-Fahrer Raphael Baltes zu sprechen.

Wie zufrieden bist du mit deiner Leistung heute?

Gefahren bin ich eigentlich ganz gut. Bis ich dann bei einem 3er-Drop, also einer 360-Grad-Drehung beim Anfangssprung überdreht habe und dabei mein Hinterreifen geplatzt ist. Der Reifen und der Schlauch sind gerissen. Bis zu dem Punkt lief es gut, aber jetzt kann ich nicht mehr weiter fahren.

Wie bist du zum Dirt-Bike-Fahren gekommen und wann hast du angefangen?

Über einen Freund als ich 14 Jahre alt war. Der ist damals mit seinen Freunden auf dem Hinterrad über die Straße gefahren. So bin ich dann irgendwie dazu gekommen. Dann habe ich mit meinem früheren Baumarktfahrrad angefangen, auch Treppen herunter zu springen. Irgendwann habe ich mir dann ein besseres Fahrrad zusammengebaut. So kam das dann, dass ich immer mehr Fahren war und immer größere Sprünge gesprungen bin.

Haben dich deine Eltern bei deinem Sport bisher unterstützt?

Finanziell auf jeden Fall. Meine Eltern haben mir die Teile für das Rad gekauft, weil ich noch nicht genug Geld hatte.

Was wolltest du denn später mal werden, als du noch klein warst?

Als Kind wollte ich immer Astronaut werden. Das war mein größter Traum. Aber ich glaube, das wollte jeder mal.

Kannst du von Deinem Hobby leben oder sind die vielen Reisen schwierig zu finanzieren?

Nein, leider kann ich davon nicht leben. Da muss man viel krasser und vor allem viel besser sein als ich. Aber ich verdiene ab und zu mal was. Zum Beispiel mit einer Gage bei einer Show. Manchmal gewinne ich auch bei einem Contest ein Preisgeld. Aber das kommt nicht so oft vor.

Was gefällt dir denn am Dirt-Bike-Fahren am meisten?

Es ist einfach ein geiler Sport. Sich immer zu überwinden, die Angst wegzudrängen, etwas neues zu machen und einen krassen Trick zu zeigen. Die Leute sind cool und es ist eine tolle Szene unter den Fahrern.

Sind dir die Verletzungsrisiken egal?

Nein, da redest du genau mit dem Richtigen. Vergangenes Jahr war ich die ganze Zeit verletzt als ich das Handgelenk zersplittert hatte.

Was hattest du sonst noch für Verletzungen?

Ich habe mir schon die Hand und das Handgelenk gebrochen, auch noch den Fuß und das Schlüsselbein.

Wie schützt Du Dich vor Verletzungen?

Der Helm ist natürlich ganz wichtig. Nie ohne Helm fahren! Außerdem noch Knie- und Schienbeinschoner. Für einen sicheren Griff sind Handschuhe gut.

Welchen Einfluss hat das Wetter auf eure Contests?

Es beeinflusst uns sehr. Wenn es zu windig ist, können wir nicht fahren, weil uns der Wind bei den Sprüngen in der Luft wegdrücken könnte. Dann könnten wir uns verletzen, weil die Landung nicht klappt. Wenn es regnet, geht gar nichts.

Auf welchen Sprung bist du am meisten stolz?

Darauf, dass ich eine 360-Grad-Drehung von einem 12-Meter-Drop kann.

Danke für das Gespräch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik