Längere Lebensarbeitszeit

Arbeiten für die Rente

Gefühlt gibt es die Rente mit 67 schon ewig. Dabei ist sie nicht einmal zur Hälfte eingeführt.

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Von Franz Müntefering stammt der Satz, dass man kein Mathematiker sein müsse, um den Handlungsbedarf bei der Rente zu erkennen. „Da reicht Volksschule Sauerland“, sagte der ehemalige Arbeitsminister und Vorsitzende der SPD im Jahr 2006. Anschließend führte Müntefering die Rente mit 67 ein. Inzwischen redet die Politik über die Rente mit 69. Die Versicherungswirtschaft fordert, dass die Diskussion darüber „kein Tabu“ sein dürfe. Das ist richtig.


Gefühlt gibt es die Rente mit 67 schon ewig. Dabei ist sie nicht einmal zur Hälfte eingeführt. Erst 2031 müssen alle Arbeitnehmer mit 67 in Rente gehen. Die Rente mit 69 Jahren würde, wenn man sie vergleichbar einführte, erst in 40 Jahren voll gelten.


Trotzdem ist es wichtig, schon jetzt auf diese Jahre zu schauen. Bis dahin wird die Lebenserwartung weiter steigen. Schon jetzt hat jemand, der heute 65 Jahre alt ist, sehr gute Chancen, mindestens seinen 84. Geburtstag zu erleben. Das bedeutet nichts anderes, als dass er fast 20 Jahre lang Rente beziehen wird. Das ist eine lange Zeit, die finanziert werden muss. Wer jetzt im Job steht, der will nicht hören, dass er noch länger arbeiten soll. Je solider die Rente finanziert ist, desto mehr Geld steht bereit für die Menschen, die wirklich nicht mehr arbeiten können.

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