Kampagne gegen Kinderfotos Im Internet

Aus putzig wird peinlich

Kinderfotos gehören nicht in die sozialen Netzwerke. Denn das Internet vergisst nichts und verliert nichts.

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Die rechtspopulistische US-Webseite Breitbart postete im Sommer das Foto eines siegesgewiss grinsenden Flüchtlings auf einem Jetski bei der illegalen Einreise nach Europa. In Wahrheit zeigt das Bild den Fußballer Lukas Podolski. Fake News nennt man so etwas. Das Beispiel belegt, dass kein Foto im Internet sicher vor missbräuchlicher Verwendung ist. Podolski kann sich gegen solche Instrumentalisierung gerichtlich wehren. Marie und Finn können das vorerst nicht, sie sind noch zu klein und darauf angewiesen, dass die Eltern ihre Privatsphäre schützen.


Natürlich ist es süß, den Schnappschuss des kleinen Hemdenmatzes zu teilen, wie er mit hochrotem Köpfchen auf dem Töpfchen sitzt und drückt. Aber was wird das Kind später dazu sagen, wenn die Klassenkameraden es damit aufziehen oder wenn die Chefs es vor einem Bewerbungsgespräch googeln? Eltern sind gut beraten, ihre Begeisterung über die putzigen Abenteuer ihrer Kleinen mit Augenmaß digital zu verbreiten. Was die Eltern lustig finden, mag den Kindern als lächerlich oder gar diskreditierend um die Ohren fliegen. Die Konsequenzen sind im besten Fall peinlich, im schlimmsten Fall schädlich. Kinderfotos gehören nicht in die sozialen Netzwerke. Denn das Internet vergisst nichts und verliert nichts.

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