Meinung

Besser mit Spenden helfen

Wer Geld in der Fußgängerzone gibt, stärkt nur die Bettel-Mafia.

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Mit der Erzählung von Sankt Martin sind wir aufgewachsen. Nachbarn zu helfen, denen es nicht so gut geht, hat man uns schon als Kinder beigebracht. Allerdings geht die Geschichte heute anders. Zur Dortmunder Oper zum Beispiel kommt man kaum noch durch, weil sich eine Gruppe immergleicher Männer dieses lukrative Terrain aufgeteilt hat. Steckt man einem einen Euro in den Plastikbecher, eilen seine Kollegen herbei. An vielen Hauptbahnhöfen wird man von rumänischen und bulgarischen Frauen derart aggressiv und mit Körperkontakt angeschnorrt, dass man keinen Cent herausrücken mag. Gleiches gilt für die vorweihnachtlichen Fußgängerzonen der reichen NRW-Innenstädte. Das Einkaufen kann hier zum Spießrutenlaufen werden.

Die Bettelei auf der Straße ist, man muss es schonungslos sagen, ein Geschäft, das sich oft fest in der Hand organisierter Banden befindet. Man liegt nicht falsch mit der Vermutung, dass die um milde Gaben heischenden Männer, Frauen und Kinder aus Osteuropa ihre Einnahmen beim Clanchef abgeben müssen.

Nein, ich schäme mich nicht dafür, dass ich hart arbeite, um Geld zu verdienen und dass ich mir kein schlechtes Gewissen machen lasse von Leuten, die dieses Geld haben möchten. Es gibt bessere Methoden, in Not geratene Mitmenschen zu unterstützen, als den Bettelteller zu befüllen. Eine Vielzahl von Projekten hilft Wohnungslosen und Bedürftigen, da sind Geld- und Sachspenden sowie ehrenamtliches Anpacken immer willkommen. Dafür gebe ich gerne.

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