Kampf gegen den Terror

Demokratien müssen wehrhaft sein

Es gibt keine Patentrezepte gegen den Terror. Doch das Risiko kann vermindert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was ist nur los mit jungen muslimischen Männern, die es zunächst in den Westen zieht? Was treibt sie an, dass sie sich im Schatten der Legalität radikalisieren, dunkle Kanäle aufbauen und dann mit der Wucht des Terrors diejenigen töten, die ihnen Schutz bieten und eine Existenz erst ermöglichen? Diese Fragen drängen sich auf, nachdem in New York ein 29-jähriger Mann aus Usbekistan mit seinem Kleinlaster in einen belebten Fußgänger- und Radweg rast und ein 19-jähriger Syrer in einem Schweriner Plattenbau Chemikalien zum Bombenbau sammelt – und glücklicherweise vor einem tödlichen Schlag gefasst wird. Zwei Tatorte, zwei Biografien, und doch gibt es gemeinsame Muster.


Klar ist: Nachdem das IS-Kalifat in Syrien und im Irak immer weiter zusammenbröselt, suchen die Propagandisten des islamistischen Terrors verzweifelt nach „einsamen Wölfen“. Auf den Rekrutierungsplattformen des IS ist seit geraumer Zeit die Rede von Anschlägen mit Lastwagen, Messern oder Bomben.


Es gibt keine Patentrezepte gegen den Terror. Doch das Risiko kann zumindest vermindert werden. Die Achillesferse von Einzeltätern ist das Internet. Zur Vorbeugung gegen diese Art von Cyber-Kriminalität müssen Regierungen noch mehr investieren. Der Datenaustausch von Geheimdiensten, Polizeistellen und Kriminalämtern funktioniert mittlerweile besser, aber noch nicht gut genug. Und schließlich dürfen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nicht im Bermuda-Dreieck der Bürokratie zwischen Bund, Ländern und Kommunen abtauchen. Garantien gegen neue Anschläge lassen sich daraus nicht ableiten. Aber es sind Hebel, die die westlichen Demokratien wehrhafter machen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben