Plastiktüten

Der Fortschritt

Geht doch: 35 Prozent weniger innerhalb eines Jahres. Auf Überflüssiges kann man verzichten.

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Jede gute Nachricht lässt sich relativieren: 45 Plastiktüten pro Kopf sind immer noch recht viel. Oder: Die Probleme mit dem Plastikmüll bestehen vor allem in Asien und nicht in Deutschland. Oder: Papiertüten als Ersatz sind für die Umwelt auch nicht besser. Das ist alles richtig. Doch entscheidend bleibt: Ein Rückgang des Plastiktütenverbrauchs um mehr als ein Drittel innerhalb eines Jahres und um fast zwei Drittel seit der Jahrtausendwende ist ein großer Erfolg.

Ob es nun an den 10 oder 20 Cent Abgabepreis liegt, die bei einem 30-Euro-Einkauf keine so große Rolle spielen, daran, dass manche Unternehmen die Kunststofftragetaschen völlig verbannt haben oder ob sich die Kunden daran gewöhnt haben, Mehrwegbeutel mit sich zu führen und nur noch bei Spontankäufen zum Plastik greifen, ist schwer zu sagen. Doch es zeigt sich: Es ist möglich, Gewohnheiten zu verändern. Es dauert eventuell längere Zeit. Am Ende aber kann es schnell gehen. Und natürlich ist es leichter, wenn das Produkt nicht wirklich gebraucht wird.

Das gilt für viele Verpackungen. Mit abbaubaren Ersatzmaterialien wird experimentiert. Und es ist richtig, dass wir uns kümmern, auch wenn unsere Tüten nicht im Meer landen: Wir müssen zeigen, dass Fortschritt und Wegwerfmentalität nicht mehr zusammenpassen.

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