Bollerwagen und Corona

Ein schmaler Grat

Rudi Pistilli

Rudi Pistilli

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Bier und Bollerwagen - Experten warnen vor zu viel Alkohol und Leichtsinn. Ein Appell an die Vernunft.

Es fühlt sich gut an, in diesem Staat zu leben. Jenseits von Besserwissern und Blendern aus Washington oder Brasilien – und von Politikern regiert zu werden, die angesichts der Entscheidungen in Corona-Zeiten Zweifel kundtun, mit sich Ringen und um Verzeihung bitten, individuell garantierte Freiheiten eingeschränkt zu haben. Merkel, Laschet und Co. haben uns besser als andere Staatenlenker durch die Krise geführt.

Und nun? Nun muss jeder
selbst mit den Lockerungen der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verantwortungsvoll umgehen.

Es ist an der Zeit, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Vor allem in den kommenden Tagen, an
Christi Himmelfahrt.

Am sogenannten Vatertag wird sich zeigen, ob wir in Südwestfalen mündig genug sind, mit dem Risiko umzugehen. Niemand will als Spaßbremse auftreten, aber Saufgelage in Truppenstärke nah am Bollerwagen gehören definitiv nicht dazu. Eine Familie im Grünen mit Abstand zu anderen durchaus.

Auch wenn die harten Auflagen der letzten Wochen an den Nerven gezerrt haben und die neue Freizügigkeit lockt: es geht immer noch um den Schutz von Leben.

Also lasst uns auch an solchen Tagen demonstrieren, dass der Verstand Oberhand behält. Bleiben wir vernünftig für unsere Mitmenschen und uns selbst. Alles andere wird sich rächen.

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