Politik

Eine gefährliche Entwicklung

Diese Entwicklung sollte alle Parteien aufhorchen lassen: Die Zahl derer, die im Alter von Wohlstand und sozialem Leben ausgestoßen sind, wächst.

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Diese Entwicklung sollte alle Parteien aufhorchen lassen: Die Zahl derer, die im Alter von Wohlstand und sozialem Leben ausgestoßen sind, wächst kontinuierlich. Die Sozialverbände warnen zu Recht, dass der soziale Frieden durch zunehmende Altersarmut in Gefahr gerät. Strategien sind gefragt. Angesichts der heterogenen Gruppe der Betroffenen eine Herausforderung.

Es darf nicht sein, dass alleinerziehende Frauen und Menschen, die krank geworden sind oder einfach nur in der falschen Branche gearbeitet haben und überflüssig wurden, so behandelt werden wie diejenigen, die zeitlebens auf der faulen Haut lagen.

Die Rentenversicherung allein kann das Problem nicht lösen. Ein Ansatz wäre, Selbstständige notfalls zu zwingen, mehr für das Alter zurückzulegen. Ein kostengünstigeres, vom Staat gefördertes Modell, um die private Vorsorge anzukurbeln, wäre ebenso nötig wie eine kluge Mindestrente. Vor allem aber ist eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik gefordert. Die Mietkostenexplosion muss eingedämmt werden, der soziale Wohnungsbau Priorität haben. Gerät das Rentensystem in eine Legitimationskrise, ist das Wasser auf die Mühlen populistischer Parteien.

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