Europawahl

Europa findet im Alltag statt

Im Mai 2019 wird ein neues Europäisches Parlament gewählt.

Im Mai 2019 wird ein neues Europäisches Parlament gewählt.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

In 200 Tagen wird ein neues Europäisches Parlament gewählt. Passend dazu starten elf NRW-Zeitungen eine Europa-Serie. Ein Leitartikel.

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Ausgerechnet Europa? Genau. Denn es gibt kaum etwas, das uns alle im Moment mehr berührt, als das Schicksal unseres guten alten Kontinents. Die Europäische Union ist in einer bedenklichen Verfassung. Die Briten steigen aus. Auf eine gemeinsame Lösung für die Flüchtlingsproblematik warten wir vergebens. In vielen östlichen Ländern wächst der Widerstand gegen den Gedanken der Einheit. In anderen wie Österreich, Schweden und Italien erleben wir den politischen Schwenk nach rechts außen.

Zudem werden jene älter, die aus der Vergangenheit noch aufwändige Grenzkontrollen und diverse Währungen kennen. Europa verliert Unterstützer. Für die junge Generation ist eine Menge selbstverständlich geworden – vor allem Frieden und Demokratie. Beides fällt nicht vom Himmel. Damit all das erhalten bleibt, braucht es eine Grundsatzentscheidung. Sie wird bei den Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 getroffen, heute in genau 200 Tagen.

Europa kann ein Zuhause für alle sein

Diese Zeit möchte auch diese Zeitung nutzen, um zu zeigen, wie wertvoll Europa ist und was es ausmacht. Das ist nötig. Denn bisher hat es die Union versäumt, ausreichend über die Vorteile und den tatsächlichen Nutzen zu sprechen. Studenten, die durch das Stipendienprogramm Erasmus im Ausland Freundschaften schließen konnten, sind ein schönes Beispiel. Sie tragen eine unschätzbare Erfahrung im Herzen. Doch auch andere müssen spüren können, dass Europa für alle ein Zuhause sein kann.

Es lebt durch die Menschen unterschiedlichster Herkunft, die bei uns heimisch geworden sind. Es ist auch das Europa, das vor der Haustür liegt. Die holländische Küste ist Urlaubsziel für NRW. Und die Holländer selbst? Sie kommen zum Skilaufen und Wandern ins Sauerland. Wenn alle davon profitieren, hat Europa Zukunft.

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