G7

Gegen und wegen Trump

Wenn Trump vorzeitig abreist, können sich die restlichen Gipfelteilnehmer wenigstens auf eine Strategie gegen ihn verständigen.

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Gerade haben Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan sich auf ein G6 gegen 1 eingestellt, da will Donald Trump das krimhalber vor die Tür geschickte Russland wieder einladen und damit zurück zu G8. Sagt er. Will er natürlich nicht. Der US-Präsident schätzt überhaupt keine multinationalen Foren und Verabredungen. Sein Ziel ist die Zerschlagung aller Allianzen. Einzelnen Staaten könnte er dann seine Bedingungen diktieren, so sein Kalkül. Dafür wären die USA noch mächtig genug.

Hilfreicher ist da schon Trumps Ankündigung, vom Treffen vorzeitig abzureisen. Dann können sich die anderen besser darauf verständigen, wie sie mit dem Hooligan der Weltpolitik umgehen sollen. Geschlossenheit ist dabei das Entscheidende. Noch hält die EU zusammen. Ob das unter der neuen italienischen Regierung so bleibt, ist unsicher. Und eine Verschärfung des Handelskonflikts, der Deutschland mehr träfe als andere, könnte die Solidarität auf eine harte Probe stellen. Das Duo Merkel/Schäuble hat es sich in der Eurokrise mit vielen verscherzt. Und mit dem Osten hat man den Flüchtlingskonflikt.

Beim G7-Treffen wird wohl wenig Konstruktives herauskommen. Sollte man es sich also sparen? Donald Trump käme das gelegen. Also besser nicht.

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