Diesel-Fahrverbote

Halbherzig und naiv

Am Ende helfen nur Hardware-Nachrüstungen durch die Hersteller. Ohne Bedingungen für die Kunden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es kommt, wie es kommen musste: Diesel-Fahrverbote erreichen nicht nur Hamburg, Berlin oder Frankfurt, sondern auch Köln und Bonn, und womöglich – der Richterspruch steht noch aus – Essen und Gelsenkirchen. Autofahrer werden ausgebremst, weil Bundes- und Landesregierungen, auch längst abgewählte, das Thema Luftverschmutzung jahrelang nur halbherzig und naiv angingen. Diesel-Fahrer werden sich verschaukelt fühlen, das Diesel-Desaster dürfte das zunehmende Misstrauen in die Entscheidungsfähigkeit von Politik schüren.


Da lässt sich die GroKo auf undurchsichtige, regionale Rabattaktionen ein und buckelt vor den Autoherstellern, die wegen ihrer Abgasschummelei für die Misere zum großen Teil verantwortlich sind.Die NRW-Regierung steht auf dem Standpunkt, Fahrverbote seien unverhältnismäßig. Das kann man so vertreten, aber das nützt denen nichts, die womöglich ab April nicht mehr in die Kölner City fahren dürfen. Das Prinzip Hoffnung reicht nicht. Am Ende helfen nur Hardware-Nachrüstungen durch die Hersteller. Ohne Bedingungen für die Kunden. Sie dürfen nicht bestraft werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben