Kommentar

Keine einfachen Lösungen beim Wiederaufbau

Corinna Zak kommentiert.

Corinna Zak kommentiert.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Wenn Donnerstag die Sirenen heulen, erinnert das auch an die Flutkatastrophe im Ahrtal. Dort ist noch so viel zu tun.

In einer Sache sind sich alle einig: Die Welle der Hilfs- und Spendenbereitschaft nach der Flutkatastrophe war überwältigend und hallt noch lange nach. Unter anderem mit den Spenden konnten sich die Schulen technisch moderner aufstellen, sind mit Whiteboard oder digitalem Klassenbuch versorgt. Aber was nutzt das, wenn gefühlt immer noch kein Stein auf dem anderen steht, und zum Beispiel Chemie- und Physikunterricht seit anderthalb Jahren nur in der Theorie stattfinden kann?

Corona-Folgen kommen noch obendrauf

Für das Ahrtal ist die Frist für die Anträge auf Wiederaufbauhilfe jetzt um drei Jahre verlängert worden. Es wurde also erkannt, wie groß die Herausforderungen für von der Flut betroffene Familien und Gemeinden sind. Katastrophen wie das verheerende Hochwasser führen Probleme, für die es ohnehin keine einfachen Lösungen gibt, aber ganz besonders intensiv vor Augen. Denn Corona-Folgen und Lehrermangel lassen sich aus dem angerichteten Schaden ja nicht herausrechnen. Sie kommen noch obendrauf. Hierfür müssten nicht nur am Donnerstag beim bundesweiten Alarmtag, sondern rund um die Uhr die Sirenen heulen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Meinung