Meinung

Kommentar zum NRW-Mobilitätsforum: Zeit für mehr Tempo

WP-Chefredakteur Jost Lübben.

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Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Für die Zukunft der Mobilität in Südwestfalen gibt es in der gesamten Region gute Ansätze, kommentiert WP-Chefredakteur Jost Lübben.

Das Wissen für nachhaltigen ÖPNV und Individualverkehr ist vorhanden. Es gibt nationale und internationale Vorbilder. Die Erkenntnisse werden nur nicht schnell genug in Handeln umgesetzt. Bei der intelligenten Weiterentwicklung unserer Mobilität bewegen wir uns im Schneckentempo voran. Dass es für die Bündelung der Kräfte von vielen Akteuren beim 1. NRW-Mobilitätsforum in Bielefeld 2019 werden musste – egal.

Denn es gibt inzwischen zahlreiche gute Ansätze in Nordrhein-Westfalen und in unserer Region. Die in Soest entwickelte App, mit der sich smart verschiedene Nahverkehrsangebote verbinden lassen, ist ein gutes Beispiel. Sie erhielt zu Recht einen Preis und steht dafür, dass Innovation keineswegs nur aus den urbanen Zentren kommt.

Es ist notwendig, dass Verkehrsverbünde den engen Schulterschluss suchen. Kunden erwarten eine nachvollziehbare Tarifstruktur, die nicht an kommunalen Grenzen Halt macht. Nur gemeinsam lassen sich auch die unterschiedlichen Anforderungen von Pendlern in der Großstadt und zum Beispiel im Hochsauerland erfüllen.

Doch Kommunen können auch in eigener Verantwortung viel erreichen. Wer Fahrradfahrern – endlich – mehr Raum geben möchte, muss mit den Autofahrern sprechen. Jetzt. Zukunft geht nämlich nur im Dialog.

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