Frankfurter Buchmesse

Manipulierte Information

Monika Willer, WP-Kulturredakteurin.

Monika Willer, WP-Kulturredakteurin.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Frankfurt  Die politischste Buchmesse seit langem diskutiert über Meinungsfreiheit. Ein Kommentar von Monika Willer.

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Es wird die politischste Buchmesse seit langem. Denn wenn bisher das Thema Meinungsfreiheit auf der Agenda stand, blickte die Branche nach China oder in die arabischen Länder. Nun müssen sich die Verleger, Autoren und Buchhändler damit auseinandersetzen, dass es auch hierzulande Gruppierungen gibt, welche die erfahrbare Welt in jeder Hinsicht beschränken möchten.

Dass Informationsmanipulationen gezielt und massenhaft eingesetzt werden, um, gerade im Internet, Stimmung zu erzielen, ist ein relativ neues Phänomen. Dass ganz normale Bürger Schlagzeilen auf den Leim gehen, die von Maschinen generiert wurden, ebenfalls.

Auf der einen Seite scheint die so entstehende Verunsicherung zu einem Aufschwung der Buchbranche zu führen, zu einem neuen Interesse an seriösen Informationen. Auf der anderen Seite ist auch den Buchleuten klar, dass dieser Aufschwung nur einen Bruchteil der tatsächlichen Adressaten betrifft, und dass die manipulierten Informationen möglicherweise tiefgreifende politische Folgen haben können.

Eine Antwort darauf hat in Frankfurt niemand. Aber noch darf wenigstens darüber gestritten werden.

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