Ärztemangel

Mehr Studienplätze für Medizin nötig

Die früher künstlich klein gehaltene Zahl von Hausärzten im Ruhrgebiet war nicht mehr zu begründen. Schließlich steigt auch im Revier der medizinische Versorgungsbedarf der alternden Bevölkerung. Eine erste Bilanz nach dem Ende des Hausarzt-„Sonderstatus“ für die Region zeigt, dass sich Mediziner gern in Dortmund, Duisburg, Oberhausen niederlassen. Gut für diese großen Städte, aber bedrohlich für die ländlichen Regionen.

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Die früher künstlich klein gehaltene Zahl von Hausärzten im Ruhrgebiet war nicht mehr zu begründen. Schließlich steigt auch im Revier der medizinische Versorgungsbedarf der alternden Bevölkerung. Eine erste Bilanz nach dem Ende des Hausarzt-„Sonderstatus“ für die Region zeigt, dass sich Mediziner gern in Dortmund, Duisburg, Oberhausen niederlassen. Gut für diese großen Städte, aber bedrohlich für die ländlichen Regionen.

Schon am Rande des Reviers, im Ennepe-Ruhr-Kreis oder im Kreis Recklinghausen, halten sich die Ärzte offenbar zurück. Viel schlimmer noch ist der Sog, der Mediziner mitten ins Revier zieht, für Südwestfalen und das Münsterland. Denn hier ist die Nachfrage nach Hausärzten riesig.

NRW unternimmt etwas, um gegen den Mangel vorzugehen. Hausärzte werden mit Geld gelockt; per „Landarztquote“ werden Studienplätze an Menschen vergeben, die sich verpflichten, später zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land zu arbeiten; in Bielefeld entsteht eine neue Medizinfakultät. Das wird aber nicht reichen. Eine der wichtigsten Maßnahmen: Die Zahl der Medizin-Studienplätze müsste schnell und deutlich erhöht werden.

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