Studiengebühren in NRW

Nicht wahllos abkassieren

Wer gute Gründe hat für ein langes Studium – Erkrankung oder soziale Notlage –, der sollte nicht zahlen müssen.

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Das Thema Studiengebühren ist heikel. Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung ist 2010 auch wegen der sehr unpopulären Gebühren abgewählt worden. Heute möchten CDU und FDP „nur“ noch die Studenten aus Nicht-EU-Ländern zur Kasse bitten, aber auch dieses umstrittene Projekt wird nicht mit Volldampf vorangetrieben.

Gebühren für Langzeitstudenten sind indes eine Überlegung wert. Denn es gibt in NRW offenbar Tausende, die sich nicht etwa einschreiben, um Philosophie, Physik oder Mathe zu studieren, sondern vor allem, um an ein günstiges Nahverkehrsticket zu kommen. Als Extra bekommen die Schein-Studis auch noch subventioniertes Mensa-Essen, vielleicht auch einen guten Tarif bei der Krankenversicherung. Solche Vergünstigungen sollten aber nur „echten“ Studenten vorbehalten sein, denn für diese sind sie gedacht.

Gebühren für Menschen, die lange studieren, dürften aber nicht zu einem wahllosen Abkassieren führen. Wer gute Gründe hat für ein langes Studium – Erkrankung oder soziale Notlage –, der sollte nicht zahlen müssen. Jeder Fall müsste überprüft werden.

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