Kommentar

Smarte Hilfe für das große „H“ ist notwendig

Jens Helmecke

Jens Helmecke

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Es ist nicht so, dass die Industrie- und Handelskammer Siegen das große „H“ in ihrem Namen bislang nicht berücksichtigt hätte. Wie wichtig dieser Wirtschaftsbereich für die Konjunktur ist, spiegelt sich nicht allein in der Inlandsnachfrage nach Konsumgütern wider. Der Anteil der Internetkäufe wächst Jahr für Jahr, zuletzt im zweistelligen Prozentbereich.

Zu Lasten lebendiger Einkaufsstädte. Eine Tendenz, der die IHK Siegen entgegenwirken will. Sie belässt es nicht länger bei Imagekampagnen wie „Heimat shoppen“, sondern wird in den kommenden vier Jahren rund eine halbe Million Euro in die Hand nehmen, um die Händler in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe zu unterstützen und sie auf dem Weg ins digitale Zeitalter fachlich zu begleiten. „Handelsoffensive 2020ff“ titelt die Kammer die Initiative. Die Nachbarkammern Arnsberg und Hagen denken mit ihrem EU-geförderten „Zukunftslabor Einzelhandel Südwestfalen 2020“ schon länger in die gleiche Richtung.

Händler sollten diese Angebote auf jeden Fall nutzen, um zu verstehen, wie sich Käuferverhalten entwickelt – und wie smarte Techniken dabei helfen, dass die Kasse weiter klingelt. Die große und berechtigte Sorge der Kammern ist, dass ansonsten nicht nur das große „H“ in der Fläche verloren geht, sondern auch das wichtige „I“ leidet, weil eine Region erheblich an Attraktivität verliert, wenn der Handel geht.

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