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ADAC ruft Sicherheitswesten zurück

Der ADAC ruft die Sicherheitswesten zurück.

Der ADAC ruft die Sicherheitswesten zurück.

Foto: WP

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Dortmund/München. Der ADAC holt Sicherheitsjacken, die er auch an Grundschulen in Südwestfalen verteilt hat, wieder zurück. Die Reflektorstreifen versagen ihre Dienste. Der materielle Schaden liegt offenbar bei mehreren Millionen Euro.

Die Sicherheitswesten, die der ADAC auch an die Grundschulen in Südwestfalen verteilt hat, haben einen dunklen Fleck. Darum haben die „Gelben Engel“ die Warnjacken zurückholen lassen.

„Wir haben gemeinsam mit der Deutschen Post und der Aktion ,Ein Herz für Kinder’ Sicherheitswesten für alle Schulanfänger in Deutschland bestellt,“ berichtet ADAC-Pressesprecher Andreas Hölzel, „damit der Schulweg für die kleinsten Verkehrsteilnehmer sicherer wird.“

Auch der ADAC-Westfalen fragte bei allen Grundschulen von Dortmund bis Siegen nach, wer in Südwestfalen die gelben Sicherheitswesten an seine I-Dötze zu Beginn der dunklen Jahreszeit verteilen möchte. Fast alle Schulen nahmen das Angebot an.

Die dunkle Jahreszeit beginnt

Folglich ließen die Verkehrsexperten die Westen unter der Regie von CWS boco - „einem renommierten Hersteller von Sicherheitskleidung“, so Andreas Hölzel - in China produzieren. Um die Qualität der Jacken gewährleisten zu können, ging der ADAC auf „Nummer sicher“. Er bat die Firma CWS boco um eine umfangreiche Zertifizierung der gelben Überwürfe. Zusätzlich prüfte der TÜV Rheinland in Shanghai die Qualität der Warnkleidung vor Ort. „Hier bestanden die Warnwesten alle Tests und auch die endgültige Vollprüfung“, weiß Andreas Hölzel.

Die Auslieferung konnte über die Bühne gehen. Jeder Gau des ADAC wurde mit der gewünschte Menge beliefert. „Wir haben die Pakete direkt über unseren Partner DHL an die Schulen weitergeleitet“, erinnert sich Dr. Peter Meintz vom ADAC-Westfalen in Dortmund. Schließlich sollten die Sicherheitswesten ab 22. September - noch vor Beginn der Herbstferien - an die Schulanfänger übergeben werden.

Auslieferung vor den Herbstferien

Doch kaum waren die Pakete in den Schulen angekommen, da wurden sie auch schon wieder zurückgerufen. Denn die Sachverständigen des ADAC hatten bei einer freiwilligen Nachkontrolle festgestellt, dass der Reflektorstreifen auf dem Rücken, am unteren Rand der Jacke, „nicht den hohen Anforderungen der europäischen Norm in allen Punkten entspricht“.

Die Folge: Alle ausgelieferten Westen wurden zurückbeordert. Sollten schon einige verteilt sein, dürfen die Schüler diese Westen behalten. Andreas Hölzel: „Sie erfüllen ja die Warnfunktion, erreichen nur nicht den bestmöglichen Sicherheitsstandard.“ Darum wird CWS boco alle ausgelieferten 750 000 Warnwesten überarbeiten und mit einem vorschriftsmäßigen Reflexstreifen versehen.

„Die Verteilung verzögert sich, dass ärgert mich maßlos“

„Dadurch verzögert sich natürlich die Verteilung der gelben Jacken um einige Wochen“, stellt Dr. Peter Meintz fest, „das ärgert mich maßlos.“ Denn die dunkle Jahreszeit beginne jetzt. Zum Glück kämen die Herbstferien dazwischen, so dass der ideelle Schaden nicht so groß sei. Dr. Peter Meintz: „Direkt nach den Herbstferien - also spätestens ab 23. Oktober - werden die neuen Westen in den Schulen bereitliegen.“

Der materielle Schaden, den der Hersteller CWS boco tragen muss, liegt, so Dr. Peter Meintz, „bei mehreren Millionen Euro.“

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