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Aldi: Zehn spannende Fakten über die Discounter-Kette

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Die beliebtesten Supermärkte und Discounter in Deutschland

Die beliebtesten Supermärkte und Discounter in Deutschland

Jeder kennt sie und jeder braucht sie: Supermärkte und Discounter. Deswegen machen sie besonders viel Umsatz. Welche Kette Spitzenreiter ist, sehen Sie im Video.

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Berlin  Aldi gehört zu den größten Einzelhändlern der Welt. Doch diese zehn spannenden Fakten über das Unternehmen kennen nur die wenigsten.

Mit über 230.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie mehr als 11.000 Filialen gehört Aldi zu den größten Lebensmittelhändlern weltweit. Besonders in Deutschland findet man die Läden der Kette in jeder größeren Stadt und fast jede oder jeder Deutsche war schon bei Aldi einkaufen. Dennoch wissen nur die wenigsten mehr über das Discounter-Imperium. Wir verraten zehn spannende Fakten.

1. Aldi besteht aus mehreren Firmen

Zugegeben, dass Aldi Nord und Aldi Süd zwei getrennte Unternehmen sind, wissen wohl die Meisten. Allerdings sind auch diese nochmals in einzelne Regionalgesellschaften unterteilt. Zudem gibt es Aldi-Gesellschaften, die sich nur um spezielle Betriebsbereiche kümmern, etwa den Einkauf oder die Immobilienverwaltung. Auch die internationalen Filialen werden zum Teil von unterschiedlichen Firmen wie der "Internationale Management Holding" von Aldi Süd betrieben.

2. So sind die Aldi-Filialen aufgebaut

Um Kundinnen und Kunden überall das gleiche Einkaufserlebnis zu ermöglichen, setzt Aldi auf ein einheitliches Design seiner Filialen. Zudem ist die Einteilung innerhalb der Geschäfte oft ähnlich, damit man sich beim Einkaufen immer schnell zurechtfindet. Lesen Sie hier: Geschichte von Aldi, Sortiment, Angebote und Filiale.

3. Aldi-Gründer Theo Albrecht wurde 1971 entführt

Theo Albrecht, der Gründer von Aldi Nord, wurde 1971 von einem Rechtsanwalt und einem vorbestraften Tresorknacker entführt. Die Männer lauerten dem Firmenchef vor der Konzernzentrale in Herten auf und überwältigten ihn, als er am Abend als letzter das Gebäude verließ.

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Insgesamt dauerte die Entführung 17 Tage und wurde nach der Zahlung von sieben Millionen Mark Lösegeld beendet. Nur wenige Zeit später wurden die Täter gefasst und schließlich zu Freiheitsstrafen von jeweils achteinhalb Jahren verurteilt. Rund die Hälfte des Lösegelds wurden bis heute nicht gefunden.

Später versuchte Theo Albrecht, das gezahlte Lösegeld als Betriebsausgabe von der Steuer abzusetzen. Das Finanzgericht Münster entschied jedoch, dass die Entführung eine Privatsache gewesen sei.

4. Dafür steht die Abkürzung Aldi

Den Namen Aldi kennt in Deutschland jeder – doch wofür steht er eigentlich? Die Lösung ist simpel: Aldi ist ein Akronym für Albrecht (Al), den Namen der Firmengründer, und die Geschäftsform Discounter (di).

Die beliebtesten Supermärkte und Discounter in Deutschland
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5. Darum ist die A45 so wichtig für Aldi

Die Autobahn A45 hat für Aldi eine besondere Bedeutung. Denn die Strecke, die von Dortmund nach Aschaffenburg führt, gilt als sogenannter "Aldi-Äquator" und trennt die Geschäftsgebiete von Aldi Nord (nord-östlich der Autobahn) und Aldi Süd (süd-westlich).

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6. In zwei Städten gibt es Aldi Nord und Aldi Süd

Die Gebiete von Aldi Nord und Aldi Süd sind in Deutschland klar abgegrenzt. Doch in zwei Städten gibt es Filialen beider Ketten: In Gummersbach und Siegen (beide NRW). Teilweise sind die Filialen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt.

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7. In Österreich und Slowenien gibt es den Namen Aldi nicht

Aldi existiert inzwischen in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt. Die ersten internationalen Filialen gab es 1968 in Österreich – den Namen Aldi sucht man dort aber bis heute vergeblich. Denn in Österreich und Slowenien verkauft die Kette ihre Waren unter dem Namen Hofer.

Das liegt zum einen daran, dass Aldi in Österreich die bereits existierende Kette Hofer übernahm und den etablierten Markennahmen weiterführen wollte. Zum anderen stand der Name Aldi in Österreich bereits für eine andere Firma und konnte deshalb nicht verwendet werden. Neben Deutschland, Österreich und Slowenien ist Aldi in diesen Ländern vertreten:

  • Australien
  • Belgien
  • China
  • Dänemark
  • Frankreich
  • Irland
  • Italien
  • Luxemburg
  • Niederlande
  • Polen
  • Portugal
  • Schweiz
  • Spanien
  • Ungarn
  • USA
  • Vereinigtes Königreich

8. Aldi ist in Familienbesitz

Von einem kleinen Familienunternehmen hat sich Aldi zu einem Weltkonzern entwickelt. Doch dessen Eigentümer sind noch immer die Nachkommen der einstigen Gründer. Zwar wurde der Besitz inzwischen in Stiftungen überführt, deren Begünstigte sind jedoch die Mitglieder der Albrecht-Dynastie. Die Familie wurde so zu einer der reichsten der Welt.

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9. An mehreren Hochschulen gibt es Aldi-Hörsäle

Gleich an mehreren deutschen Hochschulen gibt es Aldi-Hörsäle. Sie werden von dem Unternehmen gesponsert und tragen deshalb seinen Namen. Zu finden sind sie unter anderem an der Hochschule Würzburg.

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10. Aldi ist der größte Weinhändler Deutschlands

Aldi verkauft längst nicht mehr nur Wurst und Gemüse. Doch dass Aldi Nord und Aldi Süd zusammen der größte Weinhändler Deutschlands sind, wissen nur die wenigsten. Insgesamt wird in Deutschland fast die Hälfte aller Weine im Discounter gehauft. (nfz)

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