Corona-Impfstoff

Astrazeneca: Bei diesen Nebenwirkungen sollten Sie zum Arzt

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Sieben Tote nach 18 Millionen Astrazeneca-Impfungen in Großbritannien

Sieben Tote nach 18 Millionen Astrazeneca-Impfungen in Großbritannien

In Großbritannien sind laut Gesundheitsbehörden nach mehr als 18 Millionen Astrazeneca-Impfungen bisher sieben Menschen an Blutgerinnseln gestorben. Das Risiko solcher Nebenwirkungen sei damit insgesamt "sehr gering".

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Berlin  Regelmäßig wird über Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca berichtet. Das ist über Thrombosen und Todesfälle bekannt.

  • Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca steht wegen möglicher Nebenwirkungen immer wieder in der Kritik
  • Weil es bei jüngeren Menschen zu besonderen Thrombosen und Todesfällen kam, wird das Vakzin nur noch Personen über 60 Jahren verabreicht
  • Wir erklären, was Sie über die möglichen Nebenwirkungen wissen müssen

Vaxzevria – unter diesem neuen Namen vermarktet der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca seinen Corona-Impfstoff. Ob sich mit der neuen Vermarktung das Image des Vakzins bessern wird, ist allerdings fraglich. In den vergangenen Wochen stand das Präparat wegen möglicher Nebenwirkungen wie Thrombosen immer wieder in der Kritik.

Mit dem dadurch bedingten, vorübergehenden Impf-Stopp in Deutschland und anderen Ländern, nicht eingehaltenen Lieferversprechen und einer ungenaue Studie zur Wirksamkeit des Impfstoffs machte Astrazeneca immer wieder Schlagzeilen. Nachdem zuletzt vereinzelte Fälle von lebensgefährlichen, teils tödlichen Thrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten waren, musste das Vakzin schließlich mit einem Warnhinweis versehen werden.

Impfstoff von Astrazeneca nur für Personen über 60

In Deutschland wird der Impfstoff seit Mittwoch nur noch Menschen im Alter von über 60 Jahren verabreicht. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) kündigte deshalb für kommende Woche erneute Beratungen über die Sicherheit des Astrazeneca-Mittels an. Lesen Sie hier: Astrazeneca-Impfung wird eingeschränkt – Was passiert nun mit der zweiten Impfung?

Doch welche Nebenwirkungen sind nach der Impfung normal? Wann sollte man sich Sorgen machen und einen Arzt konsultieren? Dieser Überblick erklärt, welche Reaktionen die Astrazeneca-Impfung verursachen kann.

Corona: Astrazeneca bekommt neuen Namen
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Astrazeneca: Diese Nebenwirkungen sind bekannt

Das Paul Ehrlich-Institut klärt auf seiner Webseite über den Astrazeneca-Impfstoff auf. Das Vakzin sei "hochwirksam", keiner der Studienteilnehmenden der Zulassungsstudien habe mit einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, heißt es dort. Allerdings würden nach Erhalt des Vakzins Impfreaktionen auftreten. Dazu gehörten am häufigsten:

  • Druckempfindlichkeit an der Stelle der Injektion
  • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Krankheits- oder Fiebrigkeitsgefühl
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschmerzen und Übelkeit

Häufig seien zudem die folgenden Reaktionen nach der Impfung mit Astrazeneca aufgetreten:

  • Fieber über 38°C
  • Schwellung und Rötung an der Stelle des Einstichs
  • Übelkeit und Erbrechen

Gelegentlich wurden auch diese Symptome nach Astrazeneca-Gabe beobachtet:

  • Lymphknotenschwellung
  • Juckreiz
  • Hautausschlag

Dauer der Nebenwirkungen

Laut dem RKI können Impfreaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten Astrazeneca-Vakzin auftreten. Sie beginnen demnach in der Regel kurz nach der Impfung und halten wenige Tage an.

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Nach dem ersten Impf-Stopp in mehreren Ländern, der Mitte März erfolgte, erklärte die EMA, dass auch schwere allergische Reaktionen als mögliche Nebenwirkung auftreten könnten: Anaphylaxie und Überempfindlichkeitsreaktionen sollten ebenfalls in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen werden. Es gebe 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Geimpften in Großbritannien. Gleichzeitig wies die Behörde darauf hin, dass solche Reaktionen auch bei Impfungen gegen andere Krankheiten in seltenen Fällen auftreten können.

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Astrazeneca-Impfung: Wie hoch ist das Thromboserisiko?

In einigen Ländern, darunter auch Deutschland, ist es nach der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin zu wenigen Todesfällen durch Blutgerinsel gekommen. Allerdings ist noch unklar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung und den lebensbedrohlichen Erkrankungen gab.

Nachdem sich in Deutschland zuletzt aber die Fälle von Hirnvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gehäuft haben, wurde entschieden, dass nur noch Menschen über 60 Jahren uneingeschränkt das Präparat gespritzt bekommen – außer Jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Darauf einigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

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Mitte März hatte die EMA noch mitgeteilt, dass sich das Thrombose-Risiko durch eine Corona-Impfung mit Astrazeneca nicht erhöhe. Nach bisherigen Erkenntnissen sei die "Zahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Menschen nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung", hieß es zu diesem Zeitpunkt. Die Fälle in Deutschland lassen nun zumindest die Vermutung zu, dass sich das Risiko für eine Hirnvenenthrombose vor allem bei Menschen unter 60 und vor allem bei Frauen durch die Impfung erhöhen könnte. Genauere Untersuchungen laufen.

Der britisch-schwedische Impfstoffhersteller hat nach der erneuten Einschränkung des Einsatzes seines Impfstoffes in Deutschland den Nutzen des Präparats betont. Die Zulassungsbehörden in Großbritannien und der Europäischen Union sowie die Weltgesundheitsorganisation seien zu dem Schluss gekommen, dass der Nutzen des Mittels die Risiken in allen Altersgruppen deutlich überwiege, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Wann sollte man nach einer Astrazeneca-Impfung zum Arzt?

Das Paul-Ehrlich-Institut schreibt auf seiner Homepage, dass Personen, die den Impfstoff von Astrazeneca erhalten haben "und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen – sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten."

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In diesem Zeitraum sollten auch die üblichen Impfreaktionen abgeklungen sein und stattdessen Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen auftreten. Dann sollte

Nebenwirkung Thrombose – so können Patienten behandelt werden

Wie Prof. Johannes Oldenburg von der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung erklärt, sollte im Blutbild überprüft werden, ob ein Mangel an Blutplättchen besteht. Dann sollte ein Antikörper-Test durchgeführt werden, der die immunologische Ursache der Sinusvenenthrombose anzeigt. „In den allermeisten Fällen der Sinusthrombose wird dieser Test dann positiv sein.“

Durch die Gabe von speziellen Antikörpern, hochdosierten intravenösen Immunglobulinen, könne die Gerinnungsstörung unterbrochen und beendet werden. Wichtig sei auch eine bildgebende Diagnostik.

(bef/raer/bml/mit dpa)

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