Kindermangel

Bevölkerungsschwund: Bürgermeister verteilt Gratis-Viagra

In einer französischen Stadt will ein Bürgermeister Viagra verteilen.

In einer französischen Stadt will ein Bürgermeister Viagra verteilen.

Foto: Uli Deck / dpa

Berlin  Im französischen Montereau gibt es nicht genügend Kinder. Der Bürgermeister will nun die Fortpflanzung befeuern. Und verschenkt Viagra.

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Gerade abgelegene Dörfer haben häufig Probleme damit, die Einwohnerzahlen konstant zu halten. Zu verlockend ist die große Stadt, vor allem Jüngere, die zum Studieren oder für die Ausbildung weggehen, kommen wegen besserer Chancen oft nicht zurück. Was also tun, fragte sich ein betroffener Bürgermeister im französischen Montereau. Und hatte eine Idee.

Jean Debouzy, Vorstand der Gemeinde mit 599 Einwohnern, will allen in Beziehungen lebenden 18- bis 40-Jährigen Viagra zur Verfügung stellen – das wohl bekannteste Potenzmittel der Welt. Kostenlos. Die Potenzsteigerung der Bevölkerung würde dann zu einer höheren Geburtenrate führen und ruckzuck den Bevölkerungsschwund aufhalten.

Bürgermeister schenkt jungen Paaren Viagra – klingt nach Spam, ist aber so

Über seinen Plan berichteten zuerst französische Medien, inzwischen sprach er mit der Deutschen Presse-Agentur. Hinter dem Plan – der klingt wie sonst nur die Betreffzeilen von Spam-Mails – steckt tatsächlich auch ein größeres Problem.

Montereau und die Nachbargemeinde La Cour-Marigny im Département Loiret südlich der Hauptstadt Paris haben nicht genügend Kinder, um künftig alle Schulklassen zu füllen, sagte der Bürgermeister. Dem wolle man entgegenwirken.

Ganz ohne Augenzwinkern kann er aber nicht darüber sprechen. Wer für die Kosten für das Potenzmittel – – aufkommt und wie viel die Sondermaßnahme die kleine Gemeinde kosten könnte, werde man sehen, wenn das erste Paar nach einer Schachtel Viagra im Rathaus frage, so der Bürgermeister der 600-Einwohner-Gemeinde.

Auf dieser Google-Maps-Karte sehen Sie, wo Moneterau liegt.

Pillen kosten nur wenige Euro – und können Liebesleben durchaus in Schwung bringen

Die Preise für die Pillen liegen übrigens im Schnitt bei zwei bis fünf Euro pro Stück, auch abhängig davon in welcher Größenordnung bestellt wird – das Angebot reicht von Gelegenheitsbeischlaf bis Pornostar-Familie. Wer mehr kauft, kriegts günstiger. Aber Vorsicht vor Betrügern:

Falls es zuhause nicht mehr läuft: So haben Langzeitpaare mehr Spaß im Bett. Eine Studie beschäftigte sich zudem gerade mit dem Liebesleben der Männer mit 40. (ses/dpa)

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