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Bill Gates reagiert überraschend auf virales Hai-Video

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So wahrscheinlich ist ein Hai-Angriff

So wahrscheinlich ist ein Hai-Angriff

Immer wieder sorgen sich Menschen im Ozean vor einem Hai-Angriff. Die wilden Jäger wie der Weiße Hai haben einen schlechten Ruf. Wie wahrscheinlich ein Angriff für den Menschen ist, zeigt das Video.

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Berlin.  Der Microsoft-Gründer kommentiert auf Twitter ein Video über eine Hai-Doku und weist auf ein deutlich gefährlicheres Tier hin: die Mücke.

Die Aufnahme ist spektakulär: Ein schwarzes, robbenähnliches Tier treibt gemächlich auf dem Meer. Noch ahnt es nicht, welche Bedrohung sich ihm nähert. Plötzlich springt ein riesiger Hai mit weit aufgerissenem Maul aus dem Wasser. Blitzschnell schnappt er sich die Robbe, dreht sich in der Luft um 180 Grad und verschwindet mit seiner Beute in die Tiefen des Meeres.

Auf Twitter läutet dieses Video die Dokureihe „Sharks Week“ – zu Deutsch: Woche der Haien – des US-amerikanischen Senders „Discovery“ ein. Der Tweet von Sonntagmittag wurde bereits tausendfach geliked und mehrfach kommentiert. Auch Bill Gates hat den Beitrag auf seinem Twitter-Account geteilt.

Bill Gates über Hai-Video: „Haie sind cool, aber Mücken sind tödlich“

Der Microsoft-Gründer nahm das Video allerdings zum Anlass, um auf ein vielfach gefährlicheres Tier hinzuweisen. „Hey @Discovery, Haie sind cool, aber Mücken sind tödlich“, schreibt Gates und wird grundsätzlich: „Wusstet ihr, dass Stechmücken an einem Tag mehr Menschen töten als Haie in 100 Jahren?“

Gates’ Rechnung ist alles andere als abwegig. Auch wenn Haiangriffe auf Menschen immer ein breites Medienecho hervorrufen, sind Attacken der Raubfische selten. Die wenigsten enden tödlich. Im vergangenen Jahr wurden 73 Haiangriffe auf Menschen gemeldet, neun Personen kamen dabei ums Leben. 2019 waren es sogar nur zwei. Lesen Sie auch: Hai-Angst in New York: Warum Raubfische häufiger zubeißen

Asiatische Tigermücke: Ausbreitung auch in Deutschland

Die Mücke hingegen ist das gefährlichste Tier der Welt. Pro Jahr sterben mehr als 750.000 durch Mückenstiche, weil die Insekten tödliche Krankheiten übertragen. Durch den Klimawandel weiten Arten, die Dengue, Malaria oder übertragen, ihren Lebensraum weiter aus. Vor allem die Asiatische Tigermücke hat ihren Zug erfolgreich gen Norden angetreten. In Italien gibt es sie, in Frankreich und in Griechenland – und mittlerweile breiten sich die weiß gestreiften Tiere auch in Teilen von Deutschland aus.

Die Gefahr, dass durch die tropischen Stechmücken das Dengue-Virus auch hierzulande Einzug erhält, stuft das Robert Koch-Institut (RKI) als gering ein. Die hiesigen klimatischen Bedingungen seien für eine Verbreitung des Erregers weniger geeignet, heißt es vom RKI.

Gefährliche Mückenstiche: Keine Impfung gegen den Chikungunya-Erreger

Das Chikungunya-Virus kann sich bei gemäßigten Temperaturen gut in den Mücken vermehren und ist nach Angaben von Experten wahrscheinlich das gefährlichste für Deutschland. Der Erreger verursacht hohes Fieber, lang anhaltende und starke Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen. Augenentzündungen und Magen-Darm-Beschwerden gehören zu den weiteren Begleiterscheinungen. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht. Nach überstandener Krankheit kommt es laut Tropeninstitut zu lebenslanger Immunität.

Wer sich vor einem Mückenstich schützen will, benutzt am besten Mückenspray- und netze und sollte lange, dichte Kleidung tragen. (lgr)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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